Massentests in Wien enden, nur rund zehn Prozent nahmen teil

In Wien enden am Sonntag die vom Bund ins Leben gerufenen landesweiten Corona-Massentestungen. Noch bis 18.00 Uhr besteht die Möglichkeit, sich an einem der drei Standorte kostenlos auf das Virus testen zu lassen. Die Antigen-Schnelltests werden in der Stadthalle, der Marxhalle und der Messe Wien mittels Nasenabstrich durchgeführt. Die bisherige Teilnahmebereitschaft der Menschen am Testangebot war - wie in anderen Bundesländern - auch in der Bundeshauptstadt recht mau.

Die auf zehn Tage ausgelegten Massentestungen in Wien starteten am 4. Dezember. Bis inklusive Samstag nutzten rund 200.000 Personen diese Möglichkeit. Den Sonntag mitberücksichtigt, wird die Teilnehmerquoten somit nur bei etwas über zehn Prozent der Wiener Gesamtbevölkerung von knapp zwei Millionen Einwohnern liegen. Die Testkapazitäten in der Bundeshauptstadt waren für bis zu 1,2 Millionen Menschen oder 60 Prozent der Bevölkerung ausgelegt.

Inklusive Samstag haben laut Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) exakt 204.880 Personen in den Testzentren Stadthalle, Marxhalle und Messe Wien einen Antigen-Schnelltest durchführen lassen. Das entspricht in etwa einem Zehntel der knapp zwei Millionen Einwohner Wiens. Für den letzten Testtag waren mit Stand Samstagabend rund 15.000 Personen für eine Testung angemeldet.

Die tatsächliche Zahl der Corona-Checks am Sonntag könnte noch etwas höher ausfallen, weil man am selben Tag noch einen Zeitslot buchen bzw. in der Messe Wien auch ohne vorherige Anmeldung vorbeikommen kann. Trotzdem werden nach der zehntägigen Testoffensive unterm Strich nicht viel mehr als 220.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gezählt werden - was einer Quote von rund elf Prozent entspricht.

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Was die bis inklusive Samstag durchgeführten 204.880 Schnelltests anbelangt, fielen lediglich 676 positiv aus. Das entspricht 0,33 Prozent der Ergebnisse. Bei den Betroffenen wurde zur Überprüfung ein genauerer Gurgel-PCR-Test durchgeführt. Darüber hinaus mussten bisher weitere 632 Personen gurgeln, weil der Nasenabstrich für den Schnelltest zuvor nicht funktioniert hatte.

Das macht 1.308 Gurgeltests. 466 davon zeigten bzw. bestätigten eine Infektion, in 555 Fällen gab es indes Entwarnung. 287 PCR-Tests sind laut Hacker-Büro noch in Auswertung.

Nach Ende des ersten Testdurchgangs in Wien am heutigen Sonntag soll noch am Abend die endgültige Teilnehmerzahl veröffentlicht werden. Detaillierte Endergebnisse bzw. Analysen soll es am Montag im Rahmen einer Pressekonferenz geben. Die zweite, kürzlich von der Bundesregierung angekündigte Testwelle soll in Wien von 8. bis 17. Jänner über die Bühne gehen.


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