Sorge um österreichische Häftlinge im Iran

Angehörige sind im Sorge um zwei Österreicher, die im berüchtigten Teheraner Evin-Gefängnis sitzen. Der 56-jährige Kamran Ghaderi und sein Zellengenosse Massud Mossaheb hätten Corona-Symptome, berichtet die „Presse“ (online). Ghaderis Frau Harika bittet nun die österreichische Bundesregierung darum, alles für einen Hafturlaub ihres Mannes zu unternehmen, um so das Leben des 56-Jährigen zu retten. Erkrankt ist auch der 73-jährige Mossaheb Fieber, ebenfalls Doppelstaatsbürger.

Ghaderi, Geschäftsmann und dreifacher Familienvater, habe seit Dienstag hohes Fieber, und er habe auch seinen Geschmacks- und Geruchssinn verloren. Harika Ghaderi sagte der „Presse“, dass sich in der betroffenen Gefängnisabteilung vermutlich die Hälfte der Insassen mit dem Virus angesteckt habe.

Seit Donnerstag habe auch der 73-jährige Mossaheb Fieber, berichtete dessen Tochter Fanak Mani der Zeitung. Allerdings weigere sich der Gefängnisarzt, ihn zu untersuchen.

Der Generalsekretär der österreichisch-iranischen Gesellschaft wurde Ende Jänner 2019 verhaftet, Ghaderi bereits im Jänner 2016. Die beiden Doppelstaatsbürger wurden wegen angeblicher Spionage in obskuren Prozessen und unter Folter erzwungenen Geständnissen zu jeweils zehn Jahren Haft verurteilt. Ghaderi wird Spionage für Österreich und die USA vorgeworfen, Mossaheb für Deutschland und Israel.

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Die österreichischen Behörden bemühen sich seit Monaten um die Freilassung der beiden Häftlinge. Der Einsatz ist aber schwierig, weil der Iran die Zurücklegung der iranischen Staatsbürgerschaft nicht akzeptiert und die Männer weiterhin als seine Staatsbürger ansieht.


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