Hauser in Hochfilzen-Verfolgung Zehnte - Röiseland siegt

Zum Abschluss der ersten Biathlon-Woche in Hochfilzen hat es am Sonntag für die österreichische Equipe zwei Top-Ten-Plätze gegeben. In der Staffel der Männer war für David Komatz, Simon Eder, Felix Leitner und Julian Eberhard bei einem schwedischen Sieg nicht mehr als Endrang sieben drinnen, in der Frauen-Verfolgung kam Lisa Hauser von Sprint-Rang neun aus auf Platz zehn. Es gewann die Norwegerin Marte Olsbu Röiseland. Ab Donnerstag folgt Hochfilzen-Woche zwei.

Die ÖSV-Staffel war zur Halbzeit in Richtung Podestplatz gelegen. Komatz hatte mit 12,1 Sek. Rückstand als Siebenter übergeben, Eder arbeitete sich mit einer makellosen Leistung auf Rang zwei und bis zu 0,5 Sek. an die Spitze heran. Danach fiel aber schon Leitner mit 53,1 Sek. Rückstand auf Rang sechs zurück, Eberhard verlor schließlich eine weitere Position. Der Rückstand auf die Schweden betrug im Endeffekt 1:56,2 Min., die Österreicher bilanzierten mit elf Nachladern und einer Strafrunde.

Die Ursache für die Zusatzschleife war speziell. Eberhard hatte liegend die ersten vier Scheiben gut abgearbeitet, wurde beim fünften Schuss aber vom daneben weglaufenden Schweizer Konkurrenten touchiert. Nach dem daraus resultierenden Fehlschuss saßen auch die Nachlader nicht, Eberhard war aus den Rhythmus gekommen. „Beim Aufstehen muss er mich touchiert haben“, erzählte Eberhard. „Schade, um das gute Ergebnis. Läuferisch ist es okay, aber es ist noch Luft nach oben.“

Komatz hatte zu Beginn ein kontrolliertes Rennen geliefert. „Ich bin mein eigenes Tempo gegangen und das hat sich beim Stehendschießen auch ausgezahlt. Ich habe relativ aggressiv geschossen, leider ging der Letzte knapp daneben.“ Eder agierte daraufhin geradezu entfesselt. „Ich habe versucht, die Lücke zu schließen. Das ist mir voll aufgegangen.“ Leitner lief es nicht so gut: „Ich habe mir schon beim ersten Liegendschießen schwergetan, es ging nicht so leicht von der Hand wie in den letzten Tagen.“

Cheftrainer Ricco Groß war angesichts des Rennverlaufs nicht zufrieden, hätte sich einen Podestplatz erhofft. „Es ist schon ein bisschen ärgerlich. Die ersten zwei haben hohes Risiko am Schießstand gewählt, die anderen haben am Schießstand geschwächelt. Die Nachlader müssen sichere Treffer sein. Heute wäre eine große Chance gewesen, richtig Podest zu zielen. Die Chance ist nicht genutzt worden.“ Nun stehe bis Donnerstag Regeneration und das Nutzen der Trainingstage im Vordergrund.

Das gilt auch für den Frauen-Tross. Auch für Hauser wäre viel mehr drinnen gewesen, sammelte sie doch drei Fehlschüsse und musste auch in Runde vier zu Boden. Das es für die noch bis Mittwoch 26-Jährige dennoch zu einem Top-Ten-Platz gereicht hat, zeigt ihre läuferische Qualität. „Es war ein hartes Rennen und der Schnee hat es wirklich nicht einfach gemacht. Ich hatte heute extrem gute Ski. Die einzelnen Fehler am Schießstand waren am Ende zu viel, um mehrere Plätze gut machen zu können.“

Auch ihre Teamkolleginnen Dunja Zdouc und Katharina Innerhofer kamen als 30. bzw. 40. in die Punkteränge. Bei schwächeren Schießleistungen war ÖSV-Coach Markus Fischer primär mit der Laufleistung zufrieden: „Wir konnten alles, was wir uns vorgenommen haben, umsetzen. Wir hatten heute wirklich super Material. Am Schießstand würde uns natürlich der ein oder andere Treffer mehr sicherlich guttun. Wir müssen jetzt einfach geduldig weiter trainieren und unser gutes Konzept fortsetzen.“


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