Salzburg stellt mit 3:1 gegen LASK alte Hierarchie her

Die Tabelle der Fußball-Bundesliga spiegelt seit Sonntag die altbekannten Kräfteverhältnisse wider. Red Bull Salzburg übernahm durch einen 3:1-Heimsieg über den LASK zur Halbzeit des Grunddurchgangs wieder mit zwei Punkten Vorsprung die Spitzenposition von den Linzern. „Wir sind jetzt dort, wo wir hingehören - auf Platz eins“, tönte Offensivspieler Dominik Szoboszlai. Zur Pause hatten die Oberösterreicher noch mit 1:0 geführt, dann aber zeigte der Serienmeister seine Klasse.

„Wir haben in der Halbzeit über unsere Mentalität gesprochen und dass wir mehr ins Spiel kommen, wenn wir mit unserer Geschwindigkeit und Power spielen. Am Anfang der zweiten Hälfte haben wir dann relativ gut gespielt“, erklärte Trainer Jesse Marsch und sprach von einem „Mentalitätsmatch“. Für das Titelrennen habe der Prestigeerfolg keine gravierenden Auswirkungen, betonte der US-Amerikaner. „Ich glaube, die Liga ist sehr, sehr knapp dieses Jahr. Wir haben viel Respekt vor dem LASK, Rapid und Sturm. Alle Mannschaften spielen super im Moment.“

In der entscheidenden Phase im Frühjahr wird Salzburg nicht mehr auf Szoboszlai setzen können, weil der Ungar die „Bullen“ nach eigenen Angaben in der Winterpause verlassen wird. Marsch hingegen dürfte den Mozartstädtern noch länger erhalten bleiben, auch wenn sein Name in Spekulationen um die Nachfolge des am Sonntag gefeuerten Dortmund-Betreuers Lucien Favre auftauchte. „Die Arbeit hier macht mir viel Spaß, meine Konzentration bleibt immer bei unserem Verein“, erklärte Marsch.

Sein Club trifft in diesem Kalenderjahr noch jeweils daheim im Cup-Achtelfinale am Mittwoch auf Rapid und am darauffolgenden Sonntag auf den WAC. Der LASK nimmt am Mittwoch im Cup gegen Elektra Abschied von der alten Gugl und reist dann am Sonntag zum Jahresabschluss zur Austria.

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In diesen beiden Partien gilt es für die Oberösterreicher, die Enttäuschung über die Niederlage im Spitzenspiel abzuschütteln. „Die Gegentore waren bitter. Solche Fehler darf man sich nicht erlauben“, ärgerte sich Trainer Dominik Thalhammer.

Den wohl folgenschwersten Patzer in diesem Match leistete sich Alexander Schlager, der Mergim Berisha das vorentscheidende 2:1 ermöglichte. „Das war eine blöde Situation, die ich besser klären muss. Es tut mir leid für die Mannschaft“, zeigte sich der ÖFB-Teamgoalie selbstkritisch.

Schlager produzierte, vom Salzburger Pressing unter Druck gesetzt, einen Fehlpass beim Herausspielen - zu einer derartigen Situation hätte es aber laut Thalhammer gar nicht kommen sollen. „Wir haben im Vorfeld gewusst, Rückpässe sind gegen Salzburg keine gute Sache, weil sie diese Bälle anlaufen. Wir haben gewusst, dass wir weiträumig klären müssen. In den ersten 15 Minuten nach der Halbzeit haben wir das nicht gut getan. Beide Tore wären zu verhindern gewesen“, resümierte der LASK-Coach.

Thalhammer trauerte einem Erfolgserlebnis nach. „Wir sind sehr, sehr enttäuscht. Jeder hat das Gefühl, dass ein Punktegewinn möglich gewesen wäre. Doch wir haben gesehen, dass wir Salzburg Probleme bereiten können“, erklärte der 50-Jährige.


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