Corona-Impfungen starten in den USA

Nach der Notfallzulassung des Corona-Impfstoffs des deutschen Pharma-Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer soll in den USA am Montag mit dem Impfen begonnen werden. Als erstes sollen Mitarbeiter von Gesundheitseinrichtungen sowie Bewohner von Alten- und Pflegeheimen geimpft werden. In England werden unterdessen von dieser Woche an Corona-Impfungen in Hausarztpraxen im ganzen Land verabreicht. Das teilte der Nationale Gesundheitsdienst NHS mit.

Kurz vor Beginn der Impfungen nähert sich die Zahl der Corona-Toten in den USA der Marke von 300.000. Bis einschließlich Sonntag starben 299.177 Menschen in Verbindung mit dem Virus SARS-CoV-2, wie aus den Zahlen der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore von Montagfrüh (MEZ) hervorgeht. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen erreichte demnach am Sonntag binnen 24 Stunden 190.920 nach 219.510 am Samstag. Für Sonntag meldete die JHU zudem 1.389 Tote im Zusammenhang mit Corona, am Samstag waren 2.352 Todesfälle verzeichnet worden.

Das Land mit seinen 330 Millionen Einwohnern ist in absoluten Zahlen gemessen der am stärksten von der Pandemie getroffene Staat der Welt. Mehr als 16 Millionen Menschen haben sich nach JHU-Zahlen dort bisher mit dem Virus infiziert.

In England werden Corona-Impfungen nun beim Hausarzt verabreicht. An 100 Standorten im Land werden demnach 80-Jährige sowie Bewohner und Mitarbeiter von Pflegeheimen mit dem kürzlich in dem Land zugelassenen Präparat von Biontech und Pfizer geimpft. Zunächst konnte der Impfstoff wegen der komplizierten Lagerung bei etwa minus 70 Grad nur in Krankenhäusern verabreicht werden.

TT-ePaper testen und eine von drei Cookit Küchenmaschinen gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Auch in den anderen Landesteilen des Vereinigten Königreichs, nämlich Schottland, Wales und Nordirland, seien noch in dieser Woche Impfungen von Pflegeheimbewohnern geplant, hieß es in der Mitteilung. Das Gesundheitssystem liegt in der Zuständigkeit der einzelnen Regionalregierungen. Großbritannien hatte Anfang Dezember als erstes Land der Welt dem Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech und seinem US-Partner Pfizer eine Notfallzulassung für deren Corona-Impfstoff erteilt.

Das Robert-Koch-Institut in Deutschland hat zu Wochenbeginn 16.362 Neuinfektionen gemeldet. Am Montag fallen die Zahlen in der Regel niedriger aus, weil am Wochenende weniger getestet wird und weniger Daten übermittelt werden. Allerdings waren vergangenen Montag 4.030 weniger Neuinfektionen gemeldet worden. Insgesamt liegt die Zahl der Infektionen in Deutschland damit bei 1.337.078. Es starben weitere 188 Menschen an oder mit dem Virus, insgesamt 21.975.

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt den Angaben zufolge auf 176,4 und entfernt sich weiter vom Ziel 50, das Bund und Länder anstreben. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich innerhalb von sieben Tagen neu anstecken.


Kommentieren


Schlagworte