Gasleitung manipuliert - Zwölf Jahre Haft wegen Mordversuchs

Weil er am Abend vor seiner Delogierung die Gastherme in seiner Wohnung manipuliert und in Explosionsabsicht Gas ausströmen hatte lassen, ist ein 62 Jahre alter Mann am Montag am Wiener Landesgericht zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Der Angeklagte wurde wegen versuchter Brandstiftung und - bezogen auf die im Tatzeitpunkt im Gebäude befindlichen Menschen - 13-fachen Mordversuchs schuldig erkannt.

Bei der Strafbemessung wurde die bisherige Unbescholtenheit mildernd berücksichtigt. Erschwerend war die Bereitschaft, „andere mit in den Tod zu nehmen“, wie der vorsitzende Richter in der Urteilsbegründung darlegte. Der 62-Jährige nahm nach Rücksprache mit Verteidiger Andreas Reichenbach die Strafe an. Der Staatsanwalt gab keine Erklärung ab, das Urteil ist daher nicht rechtskräftig.

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