Corona - Mehrheit der Japaner gegen Olympische Spiele 2021

Eine Mehrheit der Japaner findet einer Umfrage zufolge, dass die wegen der Corona-Pandemie auf 2021 verschobenen Olympischen Spiele und Paralympics in Tokio abgesagt werden sollten. Laut einer am Dienstag veröffentlichten landesweiten Telefonenquete des japanischen TV-Senders NHK sprachen sich 32 Prozent der Befragten für eine Absage der Spiele aus. 31 Prozent forderten ein nochmalige Verschiebung. 27 Prozent finden, dass die Spiele wie geplant stattfinden sollten.

An der vom 11. bis 13. Dezember durchgeführten Umfrage hatten sich 1249 Personen im Alter von über 18 Jahren beteiligt. Bei einer vorherigen Umfrage im Oktober hatten sich laut NHK noch 40 Prozent für die geplante Austragung der Olympischen Spiele und der Paralympics ausgesprochen. Nur 23 Prozent votierten für eine Absage, 25 Prozent für eine weitere Verschiebung. Die ursprünglich für dieses Jahr geplanten Sommerspiele waren Ende März wegen der Corona-Pandemie auf das nächste Jahr verlegt worden.

Japan erlebt in jüngster Zeit wieder eine deutliche Zunahme der Neuinfektionen. Dennoch haben sich Japans Olympia-Macher genauso wie das Internationale Olympische Komitee (IOC) bisher nicht von ihren Planungen abbringen lassen.

Erst kürzlich hatte IOC-Präsident Thomas Bach den Willen zur Austragung der Spiele 2021 in Tokio bekräftigt. „Überall gibt es große Entschlossenheit, diese Olympischen Spiele zu einem großartigen Erfolg zu machen und zum Licht am Ende des Corona-Tunnels, in dem wir uns leider noch befinden“, sagte der deutsche Chef des Internationalen Olympischen Komitees kürzlich in einer Videobotschaft für die Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes.


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