Schulstart im Jänner erst nach Schüler- und Lehrertests

Für einen sicheren Schulstart nach den Weihnachtsferien sollen im Jänner vor der Rückkehr in die Klassenzimmer Massentests von Lehrern und Schülern stattfinden. Wann diese Testtage am Programm stehen, konnte man im Bildungsministerium gegenüber der APA noch nicht fix sagen. Klar sei aber, dass zuerst die Testungen stattfinden sollen und Schüler und Lehrer erst danach in die Schulen zurückkehren werden. Unklar ist, ob das zu einer Verlängerung der Weihnachtsferien führt.

Finden die Tests bereits am 5. und 6. Jänner und damit in den Ferien statt, könnte die Schule wie vorgesehen am 7. Jänner starten. Wird erst - wie ursprünglich für die nächsten Massentests vorgesehen - ab 8. Jänner getestet, würde das wohl eine Rückkehr der Schulen erst ab 11. Jänner bedeuten. Im Ö1-Mittagsjournal sagte Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) auf die Frage, ob die Weihnachtsferien aufgrund der Tests verschoben werden: „Das kann ich nicht ausschließen.“

Verpflichtend werden diese Massentest auch diesmal wieder nicht sein, hieß es gegenüber der APA. Allerdings sollen die Schüler - und hier vor allem die Oberstufenschüler - ganz explizit zur Teilnahme eingeladen werden. Sobald ein Testtermin fixiert sei, werde man überlegen, wie die Organisation in Hinblick auf die Schule aussieht.

Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) hat zuletzt eine Verlängerung der Weihnachtsferien bis inklusive 10. Jänner gefordert, eine Rückkehr in die Klassenzimmer vor den Tests wäre „paradox“. Auch die niederösterreichische Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP) sprach sich im „Mittagsjournal“ für eine Rückkehr an die Schulen erst am 11. Jänner aus, davor sollten die Schüler daheim lernen und wiederholen.

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Zuvor hatte es von den Lehrern noch Widerstand gegen die Ankündigung der Regierung gegeben, alle körpernahen Berufsgruppen alle zwei Wochen testen zu lassen. „Ich sehe das sehr, sehr skeptisch“, so der oberste Lehrervertreter Paul Kimberger (FCG) zur APA. Es brauche unbedingt mehr Testungen, er will aber auf Überzeugung setzen statt auf Zwang. Eine diskutierte Impfpflicht für Lehrer ist für ihn derzeit undenkbar.

Am Lehrer-Massentest hätten mehr als 70 Prozent freiwillig teilgenommen, betonte Kimberger das große Engagement der Pädagogen. In der Gesamtbevölkerung waren es nur knapp 23 Prozent. Dazu komme, dass eine Massentestung ohnehin nur zu einem sicheren Schulbetrieb beitragen könne, wenn auch Schüler getestet werden. „Sonst ist das wieder nur eine Einzelmaßnahme.“

Neben Schülertestungen fordert Kimberger etwa mehr Schnelltests an den Schulen, um unmittelbar Verdachtsfälle abklären zu können. Zwar werden laut Bildungsministerium in allen Bundesländern außer Wien seit gut einer Woche an den Schulen Antigen-Schnelltests eingesetzt. „In der Praxis ist das aber noch nicht angekommen“, sagt Kimberger.

Für eine Diskussion über eine Impfpflicht für Lehrer hat Kimberger derzeit keinerlei Verständnis. Es sei noch nicht einmal klar, ob die Impfung nur vor einer Erkrankung schützt, aber nicht davor, die Infektion weiterzugeben. „Und auch hier geht es für mich um Überzeugung und nicht um Zwang.“


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