Auch die Hipfl-Tennis-Base in Erpfendorf wartet auf grünes Licht

Neben seiner Tennis-Akademie betreut Markus Hipfl den deutschen Dauerbrenner Philipp Kohlschreiber.
© gepa hauer

Von Max Ischia

Erpfendorf – Er würde, wenn er könnte. Lieber heute als morgen. Doch wie so viele in diesen krisengebeutelten Corona-Zeiten muss sich auch Markus Hipfl mit der Eröffnung seiner Tennis Base am Lärchenhof in Erpfendorf gedulden. Eigentlich wollte Hipfl, einst Nummer 63 der Tennis-Welt und erfolgreicher Davis-Cup-Spieler, die Filzkugel-Akademie für Spitzen- wie Breitensportler am 15. Dezember einweihen. „Leider macht die gegenwärtige Situation ein kurzfristiges Planen unmöglich. Wir wollen jedenfalls für alle da sein. Für Kinder, Jugendliche, Senioren, vom Anfänger bis zum Profi. Wir sind startbereit, warten nur auf grünes Licht seitens der Regierung“, sagt der Oberösterreicher, der nach Jahren in Wels und Wien mit seiner Familie wieder nach Kitzbühel zurückgekehrt ist. „In die Heimat meiner Frau“, wie der zweifache Papa (Sohn Felix 14 Jahre, Sohn Lucas 16 Monate) anmerkt.

Es ist auch der Nachwuchs, der dem 42-Jährigen besonders am Herzen liegt. Um aber aus dem von Dominic Thiem ausgelösten Tennis-Boom auch entsprechende Synergien zu gewinnen, „brauchen wir gerade im Kinder- und Jugendbereich möglichst viele topausgebildete Trainer“.

Er selbst betreut dieser Tage Tirols 13-jährige Nachwuchshoffnung Sarah Messenlechner, das 17-jährige Schweizer Talent Jérôme Kym und seit knapp einem Jahr wieder den deutschen Dauerbrenner Philipp Kohlschreiber. Ein Mann, der sich seit nunmehr 15 Jahren in den Top 100 hält, der 2012 auf Position 16 gelistet war und der aktuell die Nummer 75 der ATP-Weltrangliste ist. Auch mit 37 denkt der in München lebende Augsburger nicht ans Karriereende. Hipfl: „Solange Philipp weitermacht, so lange versuche ich ihm zu helfen.“

Dass Dominic Thiem den Tennisthron besteigen wird, ist für Hipfl nur eine Frage der Zeit. „Unglaublich, was er in den letzten Jahren geleistet hat.“ Dass sich dessen Vater Wolfgang vom Österreichischen Tennisverband und Starcoach Günter Bresnik losgesagt und selbst die ATC-Akademie in Traiskirchen auf die Beine gestellt hat, sieht Hipfl pragmatisch. „Je mehr professionelle Angebote es gibt, desto besser ist es.“


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