Trickbetrüger schlugen in Klosterneuburg zu

Eine 79-Jährige ist in Klosterneuburg (Bezirk Tulln) Opfer von Trickbetrügern geworden. Zwei Männer hatten sich Angaben der Exekutive vom Donnerstag zufolge als Polizisten ausgegeben und brachten die betagte Frau mithilfe dieser Masche um Wertgegenstände und Bargeld. Der Schaden belief sich auf einen mittleren fünfstelligen Eurobetrag. Nach den beiden Tätern wird gesucht.

Alles hatte mit einem Anruf am Montagnachmittag begonnen. Dabei fungierte ein Unbekannter im Gespräch mit der 79-Jährigen als selbst ernannter Polizist und behauptete, dass bei festgenommenen Einbrechern ein Zettel mit Name und Adresse der Seniorin entdeckt worden sei. Zudem erkundigte sich der Mann per Telefon nach dem Vermögen der Niederösterreicherin. Diese gab an, in einem Tresor neben Bargeld auch Schmuck, Münzen und Sparbücher aufzubewahren. Die Klosterneuburgerin zeigte sich in der Folge auch damit einverstanden, die Wertsachen in ihrer Wohnung fotografieren zu lassen.

Wenig später bekam die Frau Besuch vom Komplizen des weiterhin mit ihr telefonierenden Mannes. Nachdem der Beschuldigte einen vermeintlichen Polizei-Dienstausweis präsentiert hatte, wurden diverse Wertsachen am Küchentisch aufgelegt. Während die 79-Jährige den Raum kurz in Richtung Tresor verließ, flüchtete der Kriminelle mit den Gegenständen aus der Wohnung.

Eine sofort eingeleitete Alarmfahndung verlief negativ. Die Kriminaldienstgruppe der Polizeiinspektion Klosterneuburg und das Landeskriminalamt Niederösterreich ermitteln. Jener Mann, der der 79-Jährigen einen Besuch abgestattet hatte, soll etwa 1,75 Meter groß und eher schlank sein. Er trug dunkle Kleidung, eine Haube und eine MNS-Maske. Vom Anrufer ist bekannt, dass er eine hochdeutsche Aussprache an den Tag gelegt hatte.

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Ein ähnlich gelagerter Fall ereignete sich in Klosterneuburg bereits am 27. November. Dem Opfer, einer 73-Jährigen, entstand ebenfalls ein Schaden im mittleren fünfstelligen Eurobereich. Konkrete Zusammenhänge der beiden Taten waren Gegenstand der Ermittlungen, hielt die Landespolizeidirektion Niederösterreich in einer Aussendung fest.


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