Debatte um Mehrstufenklassen: Harte Vorwürfe im Schwazer Gemeinderat

Zukunft der Mehrstufenklassen in Schwazer Volksschule sorgt für Disput im Gemeinderat.

Schwaz – Die Wogen gingen im Schwazer Gemeinderat hoch, als sich am Mittwochabend GR Albert Polletta über die Zukunft der Mehrstufenklassen in der Hans-Sachs-Volksschule informierte, denn der Mandatar warf BM Hans Lintner vor, sich in den Bildungssektor einzumischen und damit die Kompetenzen zu überschreiten.

BM Lintner erklärte, dass es „nur um eine Evaluierung“ der vor vier Jahren eingeführten Mehrstufenklasse gehe. „Das war damals eine der Bedingunge­n und ist als Schulerhalter auch unser gutes Recht“, entgegnete Lintner. Es gilt laut ihm dabei z. B. zu hinterfragen, ob es eine Privilegienklasse sei und ob Ressourcen anderen Klassen fehlen, weil sie in den beiden Mehrstufenklassen gebraucht werden.

Laut GR Polletta gibt es laufend Evaluierungen und die Eltern, Schüler sowie Lehrer seien mehr als glücklich mit dem Bildungsformat. Er trat mit Vehemenz für den Erhalt der Klassen ein und forderte Lintner auf, sich zurückzuhalten und Fachleute die Situatio­n evaluieren zu lassen.

GR Bernd Weißbacher ließ die Debatte nicht kalt, immerhin ist er Vater einer Schülerin in den Mehrstufenklassen. Laut ihm hat das Agieren des Bürgermeisters für große Verunsicherung bei den Eltern und Lehrern gesorgt. „Dieses Misstrauen, das da propagiert wird, ist nicht gut“, kritisiert­e er. Auch er betonte, dass keine Ressourcen von anderen Klassen für die Mehrstufenklassen abgezogen würden.

„Das ist eine Unterstellung, dass es ein Misstrauen gibt. Was ist denn das für ein Zustand? Ich werde wohl noch wegen der Evaluierung fragen dürfen“, ärgerte sich Lintner.

Bildungsreferentin Julia Maier-Thurner meldete sich zwar zu Wort, erklärte aber, über „ungelegte Eier“ nicht diskutieren zu wollen. Es gelte das Gespräch zwischen Schule, Stadt und Bildungsdirektio­n im Jänner, das mehrfach verschoben werden musste, abzuwarten. (emf)


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