Hürden rund um den Sozialladen Lienz beseitigen

Shahnazad Asswad, Sandra Holzer und Waltraud Buchacher (v. l.) kümmern sich im Sozialladen Lienz (SoLaLi) um den Warenbestand.
© Blassnig Christoph

Lienz – Möglichst keine Hürden sollen jene Menschen verspüren, die im Sozialladen Lienz (SoLaLi) einkaufen möchten. Neu ist deshalb, dass man zwar weiterhin eine Berechtigungskarte benötigt. Anders als bisher ist für die Ausstellung einer solchen aber kein Gang in das Lienzer Rathaus, in die Liebburg, mehr nötig.

„Das hat mich viel Überzeugungsarbeit gekostet“, sagt Sandra Holzer, die seit vier Jahren SoLaLi-Geschäftsführerin ist. „Wir haben immer wieder Leute nach einem einmaligen Besuch im Geschäft wieder verloren. Auf Nachfrage scheuten sie den Bittgang in das Rathaus, wo sie ihre Einkommenssituation offen­legen mussten.“ Die Ausstellung einer Berechtigungskarte übernimmt inzwischen die SoLaLi-Geschäftsführerin selbst. „Das ist eine deutliche Verbesserung für unsere Kunden“, sieht sich Holzer nach Rückmeldungen bestätigt.

Ein wesentliches Standbein für den Sozialladen sind Warenkörbe, die in drei Supermärkten in Lienz im Kassenbereich stehen. Ein Großmarkt in Debant hat die weitere Aufstellung nach einem Umbau abgelehnt mit der Begründung, der Korb passe nicht mehr zum Design. „Dank dieser Warensammlungen können wir unseren Kunden ganzjährig etwas Besonderes bieten, weil die gespendeten Artikel nicht abgelaufen, sondern frisch und vollkommen unversehrt sind.“ (bcp)

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