Platter: „Nach diesem Jahr ist mein Ehrgeiz noch größer“

LH Günther Platter hält an seinem Regierungsteam fest: „Ich habe keine Veranlassung, Änderungen vorzunehmen.“
© Thomas Boehm / TT

Innsbruck – Die Corona-Krise hat den Politikern einiges abverlangt. Auch in Tirol. 2021 werden die Herausforderungen nicht kleiner werden. Ganz im Gegenteil, ist LH Günther Platter im Interview mit der Tiroler Tageszeitung sicher: „2021 wird wirtschaftlich definitiv schwieriger, deshalb werden wir zu Investitionen gezwungen sein.“ Das Land werde Darlehen aufnehmen müssen, um die Betriebe zu unterstützen. Danach aber „will ich wieder zurückkehren auf den Tiroler Weg, dass wir nicht zu Lasten der nächsten Generationen Schulden machen. Das wird nur mit einer stabilen Wirtschaft funktionieren.“

Inhaltlich stehen für Platter drei Themen im Vordergrund: „Gesundheit, Wirtschaft und Finanzen. Parallel dazu werden uns die Klimaentwicklung in Verbindung mit der Energiewende und der Kampf gegen den Transitverkehr beschäftigen. Das sind die Meta-Themen im Jahr 2021.“ Für den Regierungschef wäre es ein großer Fehler, würde sich die Politik während der andauernden Corona-Krise nicht mit Zukunftsthemen beschäftigen: „Es wird eine Zeit nach Corona kommen, da müssen wir vorbereitet sein. Wir müssen die Rahmenbedingungen für die nächsten Generationen schaffen.“

Er selbst kann dem abgelaufenen Jahr übrigens auch Positives abgewinnen. „Mein Ehrgeiz und meine Motivation sind noch größer geworden, für dieses Land als Landeshauptmann Verantwortung zu übernehmen. Das werde ich auch tun.“ Ob er bei den nächsten Landtagswahlen noch einmal als Spitzenkandidat antreten wird? „Das werde ich rechtzeitig vor der Wahl bekannt geben. Jetzt, in dieser Phase, hätte ich es mir nicht vorstellen können, nicht ganz vorne zu stehen.“

Am Regierungsteam will Platter festhalten. Gerade in Krisenzeiten sei ein erfahrenes Team wichtig. Er habe derzeit keine Veranlassung, Änderungen vorzunehmen. Daran würden auch zwischenzeitliche Irritationen mit dem Koalitionspartner anlässlich der Misstrauensanträge gegen LR Bernhard Tilg und LHStv. Josef Geisler nichts ändern. Manche Probleme seien „medial herbeigeschrieben“ worden. Außerdem sei es völlig normal, dass innerhalb einer Koalition mitunter diskutiert werde. „Aber dem Grunde nach haben wir eine absolut stabile und verlässliche Landesregierung, bei der die Arbeit für Tirol im Vordergrund steht und nicht der Streit.“ (mz, va)

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