Bemühungen um Mensa am Schulcampus Reutte laufen

Mehr als 1000 Schüler bewegen sich täglich im Schulzentrum Reutte. Eine Verköstigung fehlt. Dies soll sich auf Wunsch der WK ändern.

Ob es einen Bedarf für eine Mensa am Schulzentrum Reutte gibt, wird derzeit evaluiert.
© Symbolfoto: Franziska Kraufmann/dpa

Von Simone Tschol

Reutte – Acht Schulen, eine Mensa – das fasst Wolfgang Winkler, Bezirksstellenleiter der Wirtschaftskammer Reutte, im Schulzentrum der Marktgemeinde ins Auge. Dabei ist die Idee keineswegs neu. „Wir haben vor ziemlich genau einem Jahr im Zuge der Bemühungen um eine HTL in Reutte angeregt, dass auch ein Schüler- und Lehrlingsheim nötig wäre. Und parallel dazu bräuchte es natürlich auch ein vernünftiges Angebot einer Verköstigung“, erklärt Winkler.

Inzwischen ist die HTL für Wirtschaftsingenieure Ausbildungsschwerpunkt Betriebsinformatik da. Der Unterricht wurde im Herbst dieses Jahres mit 34 Schülern gestartet.

Die Bemühungen um Mensa und Heim gehen indes weiter. Im Zuge ihrer Diplomarbeit befasst sich derzeit eine vierköpfige Gruppe der BHAK Reutte mit der Thematik. Ziel ist es, herauszufinden, welchen Bedarf an einer Mensa es für das Schulzentrum Reutte tatsächlich gibt und in welchem Rahmen diese realisierbar sein könnte. Des Weiteren wird untersucht, welche Möglichkeiten der Gestaltung bzw. Umsetzung bestehen.

Winkler sieht den Bedarf auf alle Fälle gegeben: „Im Schulzentrum von Reutte besuchen täglich über 1000 Schülerinnen und Schüler Pflicht- und höhere Schulen. Da die Schultage oft bis in den späten Nachmittag andauern, wäre es relevant, auf dem Schulgelände auch eine attraktive Möglichkeit für ein vollwertiges, schmackhaftes und günstiges Mittagessen anzubieten. Noch dazu wäre das in Reutte echt lässig, weil sich das Schulzentrum mit HAK, HAS, HLW, Gymnasium, HTL, Polytechnischer Schule und Mittelschule Königsweg zu einem richtigen Schulcampus entwickelt hat“, meint Winkler, der sich daran erinnert, dass solch ein Angebot bereits bestanden hat – zu Zeiten des Kolpingheims. Winkler: „Damals konnte man auch als Externist, also wenn man nicht im Heim gewohnt hat, dort essen.“

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Während die Auswertung der Fragebögen und Direktoren-Interviews – auch die Mittelschule Untermarkt wurde miteinbezogen – andauert, sieht auch Werner Hohenrainer, Direktor von HAK, HAS, HLW und HTL durchaus Potenzial für eine Mensa: „Das wäre sicher zu begrüßen, wenngleich man damit in Konkurrenz zu Geschäften und Gastronomiebetrieben in Reutte stünde. Aber für das Schulzentrum wäre es sicher eine Bereicherung.“

Neben einer Mensa steht auch die Realisierung eines Schüler- und Lehrlingsheimes noch immer auf der Agenda von Winkler: „Man muss nicht zwingend aus anderen Regionen Tirols kommen, um Bedarf an einem Schülerheim zu haben. Es würde auch vielen Außerferner Schülern enorm viel Zeit ersparen. Man denke nur an Schüler aus dem Oberen Lechtal. Wer beispielsweise aus Steeg kommt und das Gymnasium oder eine höhere Schule in Reutte besucht, sitzt täglich zwei Stunden im Bus“, meint Winkler und fügt hinzu: „Und diese Schüler haben es manchmal schon schwer genug, überhaupt einen Bus zu finden, mit dem sie am Abend heimkommen.“

Eine Unterbringungsmöglichkeit, ähnlich dem ehemaligen Kolpingheim, würde auch den Schulstandort Reutte wieder attraktiver machen, ist WK-Bezirksstellenleiter Winkler überzeugt. Daher soll auch dieses Ziel nicht aus den Augen verloren werden.


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