Sturm will Sieg gegen St. Pölten - Admira empfängt Rapid

Die 12. Runde der heimischen Fußball-Bundesliga startet am Samstag um 17 Uhr mit drei Spielen. Tabellen-Dritter Sturm Graz will gegen den Liga-Sechsten SKN St. Pölten den nächsten Sieg einfahren, während Rapid bei der Admira gastiert und Hartberg das Team aus Altach empfängt. Am Sonntag verteidigt Meister Salzburg gegen den WAC die Tabellenführung, während Ried bei der WSG Tirol punkten will (14.30 Uhr). Zum Abschluss der Runde spielt die Austria gegen den LASK (17 Uhr).

Zum Saisonauftakt in der Bundesliga war Sturm Graz mit einem 0:0 in St. Pölten gut bedient. Seither haben die Grazer in neun Runden sechs Siege geholt. „Die letzten Wochen waren ergebnistechnisch richtig gut, da gibt es gar nix zu bekritteln“, sagte Christian Ilzer, der Trainer des Tabellendritten, vor dem Beginn der Rückrunde zuhause gegen den SKN St. Pölten. Im letzten Spiel des Jahres ist Sturm auf den fünften Ligasieg in Folge aus. „Wir wollen diese gute Serie mit einem Heimsieg abrunden“, sagte Ilzer.

St. Pölten würde mit einem Sieg auf Meistergruppen-Kurs liegend überwintern. Seine Spieler seien auch nicht urlaubsreif, meinte Robert Ibertsberger und sprach von einem gut gefüllten Energie-Tank. „Es wird gegen Sturm eine große Challenge, sie sind im Flow. Aber wir rechnen uns schon etwas aus“, erklärte der Trainer.

Aus sportlicher Sicht könnte Rapid eigentlich auf ein weitgehend zufriedenstellendes Fußballjahr 2020 zurückblicken - wären da nicht die vergangenen Tage, in denen man in der Europa League und im Cup ausschied und in der Liga auf Platz vier zurückrutschte. Nur ein Sieg schaute aus den jüngsten fünf Bewerbspartien heraus, Trainer Dietmar Kühbauer reagierte zuletzt sichtlich genervt auf Kritik und die Spieler gelobten Besserung. So meinte etwa Maximilian Hofmann: „Wir wollen das Jahr mit einem Dreier abschließen. Wenn uns das gelingt, haben wir trotzdem eine gute Hinrunde gespielt.“

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Die Grün-Weißen gewannen die vergangenen acht Kräftemessen mit der Admira, was deren Coach Damir Buric aber nicht davon abhält, optimistisch zu sein. „Wir werden auch diesmal zu unseren Chancen kommen. Diese müssen wir nützen“, sagte der Kroate.

Der TSV Hartberg könnte mit einem Heimsieg zum Jahreskehraus an der Meistergruppe andocken. Gegner der zwölften Runde ist der SCR Altach, der in der Hinrunde mit nur acht Punkten enttäuschte, zuletzt aber mit einem 4:1 in Ried den Befreiungsschlag schaffte. Umgekehrt könnten die auf Platz elf liegenden Vorarlberger mit einem Erfolg nach Punkten mit Hartberg gleichziehen.

Nach einem überaus intensiven Herbst absolviert Meister Red Bull Salzburg am Sonntag gegen den WAC seinen letzten Kraftakt in diesem Jahr. Mit einem Heimsieg über die Kärntner würden die „Bullen“ als Bundesliga-Spitzenreiter überwintern. „Unser Ziel ist es, zu gewinnen und in der Tabelle vorne zu bleiben“, erklärte Trainer Jesse Marsch. Der im Winter zu RB Leipzig wechselnde Dominik Szoboszlai gibt gegen den WAC seine Abschiedsvorstellung für Salzburg, Zlatko Junuzovic wiederum bestreitet seine erste Partie seit der Vertragsverlängerung bis 2022.

Der WAC hat vier der jüngsten fünf Pflichtspiele gewonnen, was unter anderem den Aufstieg in die Europa-League-K.o.-Phase und den Einzug ins Cup-Viertelfinale bedeutete. „Wir haben eine überragende Woche hinter uns“, betonte Coach Ferdinand Feldhofer. Nur in der Liga hinkt man den eigenen Erwartungen etwas hinterher - derzeit belegt der WAC Rang sieben, hat jedoch bei zwei Punkten Rückstand auf den SKN St. Pölten eine Partie in der Hinterhand.

Die SV Ried will im zweiten Saisonauftritt unter Gerhard Schweitzer den zweiten Sieg einfahren. Stand der Co-Trainer der Innviertler anstelle des damals erkrankten Gerald Baumgartner beim Überraschungserfolg gegen Rapid hauptverantwortlich an der Seitenlinie, übernahm er den Aufsteiger nach Baumgartners Freistellung nun auch für den Jahresausklang. In Innsbruck wartet die vor Selbstvertrauen strotzende WSG Tirol. Vier Siege haben die Wattener in den vergangenen fünf Runden eingefahren.

Der LASK will zum Jahresabschluss auf Tuchfühlung zu Salzburg bleiben. Nach der jüngsten Niederlage bei den „Roten Bullen“ wieder auf Rang zwei hinter dem Liga-Dominator zurückgerutscht, planen die Linzer am Sonntag bei der Austria drei Zähler ein. Die Wiener sind schwer angeschlagen. Sieben Punkten in den ersten vier Runden folgten nur drei in den darauffolgenden sieben Spielen. Ist der LASK bei zwei Zählern Rückstand wieder auf der Jagd auf Meister Salzburg, ist die neuntplatzierte Austria nur drei Punkte von Schlusslicht Admira entfernt. Gegen den LASK sind die „Veilchen“ seit über drei Jahren sieglos.


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