Siamesische Zwillinge im Jemen brauchen Hilfe im Ausland

Im Bürgerkriegsland Jemen sind siamesische Zwillinge geboren worden, die nach Angaben ihrer Ärzte nur durch eine Behandlung im Ausland gerettet werden können. Die beiden zwei Tage alten Buben schwebten in Lebensgefahr, sagte Klinikdirektorin Maschda al-Chatib am Freitag in der Hauptstadt Sanaa der Nachrichtenagentur AFP. Es sei „dringend notwendig“, dass die am Oberkörper zusammengewachsenen Zwillinge ins Ausland gebracht würden.

„Jedes der beiden Kinder hat ein eigenes Herz, aber die Position ist bei einem nicht normal“, berichtete al-Chatib. Die schlechte Ausstattung des Krankenhauses hindere die Ärzte zu erkennen, welche Organe zusammengewachsen sind. Das Gesundheitsministerium stehe wegen einer möglichen Behandlung im Ausland bereits mit internationalen Organisationen wie der UNO in Kontakt.

Im Jemen herrscht seit sechs Jahren Krieg zwischen den von Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi und schiitischen Huthi-Rebellen, hinter denen der Iran steht. Zehntausende Menschen wurden seitdem getötet, Millionen Einwohner mussten flüchten. Die Gesundheitsversorgung ist vielerorts komplett zusammengebrochen.


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