WSG Tirol will gegen Ried mit erstem Triple in die kurze Weihnachts-Pause

Wenn man schon einen Lauf hat, sollte man ihn auch nützen – die WSG Tirol strebt heute im Tivoli gegen Ried den dritten Bundesligasieg in Folge an.

© gepa

Von Wolfgang Müller

Innsbruck – Mit dem Selbstvertrauen von zuletzt vier Erfolgen in den letzten fünf Runden sowie dem klaren Vorsatz, das erste Triple – drei Bundesligasiege in Folge – einzufahren, nimmt die WSG Tirol heute ab 14.30 Uhr im Tivoli den Jahresabschluss in Angriff. „Wir sind in der komfortablen Lage, nur auf uns schauen zu müssen“, will sich WSG-Trainer Thomas Silberberger, der den schon 27. Corona-Test in diesem Jahr negativ absolvierte, vor dem Anpfiff gegen die SV Ried erst gar nicht lange mit der Frage befassen, wie sich der Trainerwechsel bei den Innviertlern auswirken könnte. Gegenüber der 3:0-Gala bei Rapid steht den Tirolern nur eine Änderung ins Haus – für den gesperrten David Gugganig wird entweder Bruno Soares oder Stefan Hager verteidigen.

Die Wattener liegen als Fünfter auf Kurs in die Meistergruppe und wollen diesen gegen den Zehnten auch halten. „Wir müssen all das, was wir gegen Rapid und den WAC bereits in die Waagschale geworfen haben, wieder reinwerfen“, nimmt Silberberger seine „Kristallbuabn“ in die Pflicht, das Jahr mit dem sechsten Saisonsieg abzuschließen. Die WSG zur Hälfte des Grunddurchganges auf Platz fünf – im Sommer hätte das Silberberger sofort unterschrieben, „aber für die zweite Liga“, erklärt der WSG-Coach schmunzelnd und bringt die Erfolskriterien seiner Mannschaft auf den Punkt: „Die Mannschaft ist willig und konzentriert. Wir haben in Bezug auf Geschwindigkeit mindestens einen Gang zugelegt, die Spieleröffnung ist zuweilen richtig geil, außerdem kommen wir schnell in die gefährlichen Zonen des Gegners.“ Klingt einfach, ist aber ein Produkt von harter Arbeit und freien Köpfen.

Das schaut beim heutigen Gegner ganz anders aus. Die Wikinger erkämpften in den vergangenen drei Spielen nur einen Punkt und gehen im Tivoli mit Interimscoach Gerhard Schweitzer auf Beutezug. Im zweiten Saisonauftritt des Rieder Urgesteins soll der zweite Sieg eingefahren werden. Stand der Co-Trainer der Innviertler anstelle des damals erkrankten Gerald Baumgartner beim Überraschungserfolg gegen Rapid hauptverantwortlich an der Seitenlinie, übernahm er den Aufsteiger nach Baumgartners Freistellung nun auch für den Jahresausklang. „Es gibt für uns nur Vollgas, sonst wird es nicht gut ausschauen. Wattens wird ein ganz anderer Gegner sein als beim ersten Spiel“, so der 57-Jährige. Zum Saisonauftakt hatte der Aufsteiger die Tiroler dank eines Abseits-Tores in der 97. Minute mit 3:2 geschlagen.

Übrigens: Ried hat insgesamt von den vergangenen neun Duellen – acht davon in der zweiten Liga – gegen Wattens acht gewonnen und einmal Remis gespielt. Höchste Zeit, dass in dieser Statistik endlich ein WSG-Sieg aufscheint.

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