Mit vielen Fragezeichen aus dem dritten Lockdown

Regelmäßig zum Corona-Test oder FFP2-Maske tragen: Das ist einer der Kernpunkte der Phase ab dem 15. Jänner. Die bisher bekannten Eckpunkte des „Freitestens“ im Überblick.

FFP2-Masken, wie sie die Frau in der Mitte trägt, bieten mehr Schutz als MNS oder Stoffmasken.
© Thomas Boehm / TT

Von Carmen Baumgartner-Pötz

Wien – Es sind zwar noch vier Wochen bis zur zweiten bundesweiten Massentestaktion (15.–17. Jänner), doch seit die Regierung am Freitag das „Freitesten aus der Ausgangsbeschränkung“ verkündet hat, mehren sich die Detailfragen zu dieser Strategiephase. Ziel ist es ja, dass im Laufe der zweiten Jänner-Hälfte die Infektionszahlen so weit wie möglich nach unten gedrückt und durch das Testangebot für die gesamt­e Bevölkerung auch unten gehalten werden. Die bisher bekannten Eckpunkte des „Freitestens“ im Überblick – an vielen Details wird freilich nach wie vor getüftelt.

1️⃣ Wer soll sich warum testen lassen? Nach der bescheidenen Beteiligungsquote beim ersten Massentest sollen Mitte Jänner mehr Menschen zum Test gehen. Mit einem negativen Testergebnis darf man nämlich schon ab 18. Jänner den gesamten Einzelhandel sowie körpernahe Dienstleistungen (Friseur, Kosmetik etc.) nutzen, Gastronomie und Hotellerie in Anspruch nehmen, Kultur- einrichtungen und Sportveranstaltungen besuchen.

2️⃣ Was passiert, wenn ich nicht testen gehe? Dann gelten eine weitere Woche (bis 24. Jänner) die Ausgangsbeschränkungen des harten Lockdowns inklusive der bekannten vier Gründe, das Haus zu verlassen: Arbeit, Einkaufen, anderen Menschen helfen und enge Bezugspersonen treffen, Sport/Bewegung im Freien. Und: Man muss dabei eine FFP2-Maske statt einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Das gilt auch für Schüler (Altersgrenz­e noch offen) und Lehrer.

3️⃣ Welche Testergebnisse gelten? Das ist noch offen. Die Testangebote – von Teststraßen über Ärzte, Apotheken oder private Labore, Tests im Rahmen der beruflichen Tätigkeit (etwa in Spitälern) – werden ständig erweitert und sollen bestehen bleiben. Deshalb ist angedacht, dass offiziell zugelassene Teststellen eine Bestätigung ausfüllen dürfen, die man in Papierform oder digital mit sich tragen muss. In der Woche vom 18. bis 24. Jänner sowieso, darüber hinaus für bestimmte Angebote. Stichprobenartige Kontrollen von den Sicherheitsbehörden sind vorgesehen.

4️⃣ Was ist nach dem 24. Jänner? Wer in ein Hotel einchecken, in ein Konzert oder ins Fußballstadion will, muss einen negativen Corona-Test vorlegen. Wie alt der Test sein darf, ist noch offen.

5️⃣ Wo gilt FFP2-Pflicht? Ab 18. Jänner müssen sich Angehörige sensibler Berufsgruppen (Lehrer, Friseure, Gastro, Handel, Verkehr, Gesundheitsbereich, Bauwirtschaft – die genaue Liste wird noch erarbeitet) einmal pro Woche testen lassen oder ein­e FFP2-Maske (statt Mund-Nasen-Schutz) tragen.

6️⃣ Was gilt, wenn ich schon Corona hatte? Rund 300.000 Österreicher haben schon eine Covid-19-Erkrankung hinter sich. Da es aber keine gesicherten Aussagen über bestehende Immunität gibt, dürfte es für sie keine Ausnahmen geben.


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