Suchthilfe Tirol: Alkohol- und Drogenkonsum steigt rund um Weihnachten

Für viele sind die Feiertage eine emotionale Belastung.
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Innsbruck – Für viele Menschen in Tirol sind die Weihnachtszeit und der Jahreswechsel mit emotionalem Stress, Ängsten, Stimmungs­tiefs und Einsamkeitsgefühlen verbunden. „Heuer sorgt die Corona-Krise im ganzen Land für noch größere emotionale Belastungen, Verunsicherung und Vereinsamung“, berichtet Wolfgang Sparber, Geschäftsführer der Suchthilfe Tirol.

Und weil heuer Adventmärkte, Weihnachtsfeiern und damit viele Kontakte mit Freunden und Kollegen wegfallen, konsumieren die Tirolerinnen und Tiroler vermehrt Alkohol und Drogen im privaten Bereich und oftmals alleine, ergänzt Tina Steiner von der Suchthilfe-Beratungsstelle Schwaz.

Personen, die zuvor schon einen bedenklichen Alkohol- oder Drogenkonsum aufgezeigt haben, würden über die Feiertage mehr konsumieren, Abstinente werden in dieser Zeit oft rückfällig. Das böse Erwachen komme für viele Menschen nach den Feiertagen zu Weihnachten und zum Jahreswechsel. „Dann werden erfahrungsgemäß auch unsere Beratungseinrichtungen und Beratungsangebote verstärkt in Anspruch genommen“, so Wolfgang Sparber.

Während der Feiertage können sich Menschen mit Suchtproblemen und deren Angehörige telefonisch an den Psychosozialen Krisendienst wenden: 0800/400120. Nach den Feiertagen ist die Suchthilfe Tirol wieder unter der Telefonnummer 0512/580080 zu erreichen. Die Beratung der Suchthilfe Tirol in den neun Beratungsstellen im ganzen Land ist kostenlos und anonym. (TT)

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