Der 4. Juli ist Geschichte, am 4. Jänner geht’s für die WSG nach Malta

Die WSG flüchtet vor dem Tiroler Winter Richtung Mittelmeer. Personelle Veränderungen sind in der kurzen Pause nicht zu erwarten.

Die sportlichen „Platz-Hirsche“ bei der WSG Tirol – Cheftrainer Thommy Silberberger (l.) und Manager Stefan Köck.
© Gruber

Wattens – WSG-Sportmanager Stefan Köck und Cheftrainer Thommy Silberberger steckten am Montag nach der ärgerlichen 1:3-Heimniederlage gegen Ried in der Geschäftsstelle schon wieder die Köpfe zusammen, um die Zukunft zu planen. In Zusammenarbeit mit der SLFC-Soccer-Agentur um Ex-Tirol-Kicker Christian Ablinger hebt die WSG Tirol am 4. Jänner Richtung Malta in ein einwöchiges Trainingslager mit zwei Testspielen ab.

„Sehr gut. Denn mit dem Wintereinbruch, der Anfang Jänner in Tirol gerne kommt, waren wir in den vergangenen Jahren immer wieder zum Improvisieren gezwungen“, freute sich „Silbi“, der nicht vergessen hat, wer nach dem sportlichen Abstieg und vor der Insolvenz des SV Mattersburg immer an seiner Seite war: „Köcki war der Einzige, der da war, als wir am 4. Juli (ein 0:0 gegen die Admira im letzten Spiel reichte nicht; Anm.) gegen die Wand gefahren sind. Sonst sind wir in alle Windrichtungen gegangen.“ So ist der Profifußball, der bei der WSG Tiroler Urgesteinen wie Benni Pranter im Herbst nur 285 Einsatzminuten, Flo Buchacher 14 und Flo Toplitsch keine einzige brachte: „Die Luft wird dünner. Benni kann ein wichtiger Spieler sein, wenn er die Rolle einnimmt, die ihm zugedacht ist“, denkt Silberberger an einen Edeljoker. Köck ergänzt: „Man kann auch mit kürzerer Spielzeit oder in der Kabine sehr wichtig sein. Wir werden die Meisterschaft nicht mit 16 Spielern beenden.“

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Stand gestern sind keine (großen) Änderungen geplant, außer jemand will sich verändern. In den Rückspiegel blickt auch Köck: „Der 4. Juli hat sich in meinen Kopf hineingebrannt. Das war der absolute Tiefpunkt. Wir sind im Kreis gelaufen und haben nicht gewusst, wie es weitergeht. Wir haben uns hinterfragt und analysiert. Und scheinbar haben wir die richtigen Lehren gezogen.“ Nachsatz: „Die Herbstsaison war sehr zufriedenstellend, aber es erwartet uns mit dem Trainingsbeginn am 4. Jänner wieder ein harter Kampf.“

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Den 1:0-Auswärtssieg in St. Pölten in numerischer Unterzahl bezeichnete Silberberger als Schlüsselmoment, den 3:0-Sieg bei Rapid notierten beide als Highlight. Silberberger steht nach seinem schweren Motorradunfall mit der gebotenen Demut vor dem Weihnachtsbaum: „Ich bin dankbar, dass es mir wieder gut geht. Ich habe 2020 alles mitgemacht. Wenn ich mich zurückerinnere, wie ich im Straßengraben gelegen bin und sie mir die Jean aufgeschnitten haben – im Krankenhaus ist im ersten Moment auch das Wort Amputation gefallen.“ Deswegen habe er sportlich keinen Wunsch ans Christkind, dafür einen anderen, den wohl alle teilen: „Ich möchte das Leben vor der Corona-Pandemie zurück.“ (lex)


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