Autofreie Urlaubsreise nach Lienz ist auf Schiene

Eine Kooperation zwischen Osttiroler Tourismus und ÖBB macht es möglich: Über das bahneigene Reisebüro können Gäste Reise, Liftkarte und Hotel zugleich buchen. Nun muss noch Corona vorbeigehen.

Die Zugreise von Wien, Linz oder Graz nach Lienz ist im neuen Kombi-Angebot verbilligt.
© ÖBB/Posch

Lienz – „Osttirol zählt nach wie vor zu den Ski-Geheimtipps in Österreich. Wartezeiten an den Liften und Gedränge auf den Pisten sind hier kein Thema.“ Mit diesem Versprechen werben die ÖBB auf der Homepage ihres Railtours-Reisebüros für Skiurlaub in Osttirol. Ab sofort gehört der Bezirk Lienz neben Schladming, Kitzbühel oder Lech am Arlberg zum Kreis der Skidestinationen, die per Bahnpauschale buchbar sind.

Dies ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen den ÖBB und dem Tourismusverband Osttirol, sagt TVB-Obmann Franz Theurl. „Schon im laufenden Winter sollen verstärkt Gäste aus den Ballungszentren Wien, Graz und Linz über die Schiene nach Osttirol kommen“, hofft Theurl. Im Moment ist das Corona-bedingt zwar noch nicht möglich, aber der TVB zählt auf die Zeit nach dem 18. Jänner, wo der Lockdown wieder vorbei sein sollte.

Konkret lässt sich über das Railtours-Reisebüro ein ermäßigtes Zugticket für die An- und Abreise sowie ein Gutschein für einen Skipass buchen. Je nach Länge des Aufenthalts gilt der Skipass für eine Bergbahn oder für alle sieben Anlagen, die es in Osttirol gibt. Damit Bahnreisende nicht eigene Ski mitschleppen müssen, ist mit dem Kombiticket auch der Skiverleih vergünstigt.

Die Unterkunft vor Ort wird zwar nicht direkt über Railtours gebucht, doch es gibt einen Link von der Buchungsseite der ÖBB zur Homepage des Tourismusverbandes Osttirol, wo alle verfügbaren Zimmer aufgelistet sind.

Um vom Bahnhof Lienz zum Hotel zu kommen, kann man sich entweder per Shuttle abholen lassen oder öffentlich weiterfahren. Busse und Skibusse sind für Touristen mit ihrer Gästekarte gratis. Der TVB hofft, mit diesem umweltfreundlichen Angebot neue Gästeschichten anzusprechen, denn heutzutage ist es vor allem in Städten immer weniger selbstverständlich, ein eigenes Auto zu besitzen. „Ich sehe in der organisierten Mobilität für Gäste eine gute Möglichkeit, neue Zielgruppen zu erreichen“, meint Franz Theurl.

Die Kooperation mit den ÖBB soll im Sommer weitergehen. Geplant sind neue Kombiangebote, über die nun verhandelt wird. Für die so genannte „Last Mile“­ zwischen Bahnhof und Unterkunft, die oft zum Stolperstein bei Urlaubsreisen mit Öffis wird, soll es ab 2022 ein ÖBB-Carsharing geben. (TT, co)


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