Sternsinger trotz Lockdowns unterwegs - mit Abstand

Trotz des harten Lockdowns werden die Sternsinger in manchen Gemeinden im Jänner von Haus und Haus ziehen - allerdings unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen. So werden Caspar, Melchior und Balthasar aufs Singen verzichten, keine Wohnräume betreten und Mundnasenschutz tragen. Das sei mit dem Gesundheitsministerium abgesprochen, erklärte der Sprecher der Dreikönigsaktion Georg Bauer am Dienstag auf Anfrage. Der Segen kann aber heuer auch per Post oder in digitaler Form kommen.

Rechtlich gedeckt sei das Sternsingen, weil die Ausübung unaufschiebbarer beruflicher Tätigkeiten - und darunter falle auch das Ehrenamt - von den strikten Ausgangsbeschränkungen, die ab 26. Dezember gelten, ausgenommen sei, so der Sprecher. Voraussetzung sei das strenge Hygienekonzept, das nun noch einmal nachgeschärft wurde. So wird ganz auf das Singen verzichtet. Das Tragen eines Mund-Nasenschutzes und ein Sicherheitsabstand zwischen allen Personen von mindestens einem Meter waren bereits zuvor geplant.

Dass gegen das Sternsingen unter diesen Bedingungen aus medizinischer Sicht nichts auszusetzen ist, lässt sich die Dreikönigsaktion auch von Experten bestätigen. „Wichtig ist: Draußen bleiben! Dann spricht nichts dagegen, dieser Tradition nachzukommen“, wird die Virologin Monika Redlberger-Fritz zitiert.

Ob die Sternsinger von Haus zu Haus ziehen oder auf die alternativen Möglichkeiten für Segen und Spendensammeln umsteigen, entscheidet die jeweilige Pfarre. Das Spenden ist wie bereits in der Vergangenheit auch online möglich. Die eingenommenen Spenden gehen auch diesmal wieder an rund 500 Hilfsprojekte, wie beispielsweise an vom Klimawandel betroffene Bauernfamilien in Südindien.

Den virtuellen Segen der Sternsinger gibt es unter sternsingen.at/virtuellerbesuch.


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