Tiroler Holzriese Egger trotzt der Corona-Krise

Der St. Johanner Holzkonzern Egger konnte trotz eines leicht gesunkenen Umsatzes im ersten Halbjahr einen deutlichen Zuwachs im Ergebnis auf 293,9 Mio. Euro vermelden.

Egger trotzt der Krise.
© Egger

St. Johann – Grundsätzlich zufrieden und optimistisch zeigte sich die Führung des St. Johanner Holzkonzerns Egger am Dienstag bei der Präsentation der Halbjahresbilanz. Mit einem konsolidierten Umsatz von 1,45 Mrd. Euro und einem deutlichen Zuwachs im Ergebnis auf 293,9 Mio. Euro (+33,5 %) habe sich das Unternehmen nach der ersten Welle der weltweiten Corona-Pandemie sehr rasch erholt. Auch der Ausblick auf das zweite Halbjahr ist trotz bestehender Unsicherheiten optimistisch.

„Insgesamt waren der Bau- und Einrichtungssektor weniger betroffen als andere Branchen“, erläutert Finanzchef Thomas Leissing. Viele Konsumenten würden aktuell in ihr Zuhause investieren, sich neue Möbel und Böden kaufen oder renovieren. „Unsere Branche profitiert von diesem ‚Cocooning-Trend‘“, so Leissing.

Nach zwei Jahren Bauzeit nahm die Egger-Gruppe im September auch die Produktion im Holzwerkstoffwerk in Lexington in den USA auf. Es ist das mittlerweile 20. Werk des weltweit tätigen Familienunternehmens und das erste Egger-Werk in Nordamerika. Das Investitionsvolumen betrug rund 440 Millionen Euro.

Trotz weiterhin gegebener Unsicherheiten durch die weltweite Corona-Pandemie sei der Ausblick auf das zweite Geschäftshalbjahr insgesamt positiv, so das Unternehmen. Herausforderungen bestünden in steigenden Rohstoffkosten, möglichen Auswirkungen eines Hard Brexit sowie in der Währungs- bzw. Inflations- und Wirtschaftsentwicklung in Argentinien.

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Egger beschäftigt weltweit rund 10.100 Mitarbeiter und produziert weltweit an 20 Standorten eine umfassende Produktpalette aus Holzwerkstoffen. (TT)


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