Klagswelle: Der nächste Flop für die UniCredit

Die UniCredit blitzte mit ihrer Klage auf Sonderprüfung beim Obersten Gerichtshof (OGH) ab.
© Reuters

Innsbruck, Wien – Seit fast zwei Jahren tobt der von der UniCredit Bank Austria losgetretene Rechtsstreit gegen die 3-Banken-Gruppe mit Oberbank, Bank für Kärnten und Steiermark (BKS) und die Bank für Tirol und Vorarlberg (BTV). Die drei Regionalbanken sind untereinander beteiligt, die italienische Großbank will nach Ansicht der 3-Banken-Gruppe mit ihrer millionenschweren Klagslawine eine feindliche Übernahme durchsetzen. Mit Klagen eingedeckt wurden auch die Vorstände, mit 15 Mio. Euro allein die BTV-Vorstände.

Bisher allerdings setzte es für die UniCredit eine Serie von Niederlagen vor Gericht. Jetzt kam eine weitere hinzu: Der Oberste Gerichtshof hat dem Versuch der UniCredit, bei allen drei Instituten Sonderprüfungen – unter anderem über die Richtigkeit von Kapitalerhöhungen – durchzusetzen, bei der BTV nunmehr eine endgültige Absage erteilt. Dieses Verfahren ist nun rechtskräftig abgeschlossen. Die UniCredit war mit ihrem Vorhaben bereits in Innsbruck wie auch bei BKS in Klagenfurt schon in den ersten beiden Instanzen gescheitert.

„Die UniCredit hat nun erstmals auch von oberster Instanz die Aussichtslosigkeit ihres aggressiven Vorgehens bestätigt bekommen“, betont BTV-Vorstandschef Gerhard Burtscher. Es bleibe jetzt zu hoffen, dass „dieses deutliche Signal die UniCredit umdenken lässt, um gemeinsam mit den 3 Banken eine Lösung dieses Konflikts herbeizuführen. Wir stehen dafür bereit.“ Sollte die UniCredit aber ihre unverständliche Angriffs-Strategie fortsetzen, sei man dafür gut gerüstet, so Burtscher. (va)

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