Rekord bei Spenden trotz Corona-Krise, Tiroler gaben besonders viel

Insgesamt 750 Mio. Euro flossen heuer in Österreich an Spenden. Besonders spendenfreudig sind die Tirolerinnen und Tiroler.

Die TT unterstützt etwa den Tiroler Sternenhimmel.
© Sternenhimmel

Von Alois Vahrner

Innsbruck, Wien – Das Jahr 2020 stand ganz im Zeichen der Corona-Pandemie und seiner massiven Folgen auch für Wirtschaft und Arbeitsplätze. Ganze Branchen mussten monatelang zusperren, fast 900.000 Österreicherinnen und Österreicher sind derzeit zumindest vorübergehend arbeitslos oder noch in Kurzarbeit.

Trotz der vielfach spürbaren Einkommens- oder Umsatzeinbußen haben Bevölkerung und Firmen ihr Herz heuer noch weiter geöffnet, besonders auch in den Wochen vor Weihnachten. Obwohl heuer viele Veranstaltungen, Charity-Events und Spendensammlungen wegen der Corona-Gefahr ausgefallen sind, haben die Österreicherinnen und Österreicher heuer so viel für karitative Zwecke gespendet wie noch nie. Laut dem Fundraising Verband Austria, dem Dachverband der österreichischen Spendenorganisationen, wird das Aufkommen heuer erstmals die Marke von 750 Mio. Euro überspringen. Im bisherigen Rekordjahr 2019 waren es 725 Mio. Euro gewesen.

„In der Krise hat die österreichische Bevölkerung nicht nur große Disziplin bewiesen, sondern auch neue Maßstäbe der Solidarität gesetzt“, sagt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbandes Austria. Insgesamt 6,5 Millionen Menschen oder 73 Prozent der Bevölkerung beteiligen sich aktiv am Spenden. Erstmals gaben heuer Frauen etwas mehr als Männer. Im Bundesländervergleich sind Salzburger, Tiroler und Vorarlberger führend bei der Spendenhöhe. Mit 146 Euro pro Kopf und Jahr ist die durchschnittliche Spende hier besonders hoch und liegt klar über dem bundesweiten Schnitt von 124 Euro.

Auch die Tiroler Tageszeitung ist mit ihren vielen Leserinnen und Lesern stark an der Unterstützung von Hilfsprojekten beteiligt. Mit Dutzenden Berichten über verschiedene Projekte, etliche davon auch mit eigenen Zahlscheinbeilagen, werden starke Signale für Hilfen im In- und Ausland gesetzt. Auch hier war die noch gestiegene Hilfsbereitschaft der Bevölkerung massiv spürbar. Starker Partner ist die TT etwa beim „Tiroler Sternenhimmel“, der bei Tiroler Notfällen rasch und unbürokratisch hilft: Hier gingen bisher bereits an die 110.000 Euro an Spendensumme ein, davon ein beträchtlicher Teil über die TT-Zahlscheinaktion. Für den „Licht ins Dunkel“-Soforthilfefonds des ORF spendeten die Leserinnen und Leser der TT heuer bereits 23.000 Euro – deutlich mehr als 2019.

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