Skisaison startet, Ärger bleibt: FFP2-Masken in Skigebieten erhältlich

Die Seilbahnwirtschaft „schluckt“ zum Saisonstart die FFP2-Maske, die Gastronomie kritisiert die Politik, weil kein Take-away in Skihütten möglich ist.

In den Apotheken war die Nachfrage nach FFP2-Maske groß.
© BARBARA GINDL

Innsbruck – Im März wurde die Skisaison vorzeitig beendet, heute am Heiligen Abend nehmen viele Skigebiete in Österreich unter großen Sicherheitsauflagen den Betrieb für die heurige Wintersaison auf. Sie stehen damit auch im Blickfeld der Öffentlichkeit, Tirol, Stichwort Ischgl, umso mehr. Die Seilbahner haben allerdings massiv in Hygienekonzepte und Zugangsregelungen mit Abstand investiert. Die Tragepflicht von FFP2-Masken in Gondeln sorgt jedoch nach wie vor für Ärger. Viele Skigebiete haben sich damit eingedeckt, unabhängig davon war in den vergangenen Tagen die Nachfrage nach diesem höherwertigen Mund-Nasen-Schutz in den Apotheken sehr groß. Engpässe in der Beschaffung werden deshalb nicht ausgeschlossen.

Dass Take-away auf Skihütten verboten ist, treibt wiederum der Gastronomie die Zornes­röte ins Gesicht. Sie fühlt sich von der Politik in Stich gelassen.

FFP2-Masken in Skigebieten erhältlich

Es ist ein Saisonstart mit Dissonanzen und umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen. Skigebiete wie Ischgl sperren deshalb erst im Jänner auf, die Tragepflicht von FFP2-Masken in Gondeln und auf Sesselliften mit Abdeckungen sorgt für Debatten. Gibt es überhaupt genügend solcher Masken? In den Apotheken war die Nachfrage zuletzt sehr groß, wie Apothekerkammerpräsident Matthias König betont. Es wurde wieder intensiv bestellt, aber König schließt aus seinen Erfahrungen nicht aus, dass die Beschaffung etwas schwierig werden könnte.

Die Skigebiete haben jedenfalls vorgesorgt, in vielen werden die Masken angeboten. Vielfach zum Selbstkostenpreis. Trotzdem appelliert Seilbahnsprecher Franz Hörl, diese selbst mitzubringen.

Über die Verordnung sind die Seilbahner nach wie vor „stinksauer“, NEOS-Justizsprecher NR Johannes Margreiter spricht von einer Willkürentscheidung. „Ich bin überzeugt, dass die schikanöse Regelung einer Überprüfung durch den Verfassungsgerichtshof nicht standhalten wird.“ Das betreffe auch die Regelung, die Take-away bei Skihütten verbietet.

Hier ist der Aufschrei der Wirtschaftsvertreter ebenfalls groß: „Die Politik lässt Skihütten-Betreiber im Regen stehen“, empört sich der Obmann der Gastronomen in der Wirtschaftskammer, Alois Rainer. Wie Margreiter prangert er die Willkür der Landes- und Bundespolitik an, die die betroffenen Unternehmen eindeutig benachteilige. Auf Basis der bisherigen Zusagen seien Dienstverträge abgeschlossen und Lebensmittel eingekauft worden. „Wer ersetzt den Wirten diesen zusätzlichen Schaden?“, nimmt Rainer die Politik in die Pflicht. (TT)


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