Rotes Kreuz Schwaz sucht Ersthelfer für die Seele

Eine Mitarbeiterin der Krisenintervention betreut eine Betroffene – hier bei einer Übung.
© Rotes Kreuz/Mader

Schwaz – Schwerer Unfall. Der Rettungsdienst muss bereits zum nächsten Einsatz. Wer aber kümmert sich um Angehörige, Freunde oder Kollegen? Hier greift die Krisenintervention des Roten Kreuzes. Sie hilft, den Menschen wieder ins Handeln zurückzufinden und organisiert die wichtigsten Dinge.

235 Personen betreuten die Mitarbeiter der Krisenintervention (KI) 2019 nach schweren Unfällen, Todesfällen oder sonstigen akuten traumatischen Situationen. Um Menschen in schweren Stunden zur Seite zu stehen, leisten die Kriseninterventionsteams am Einsatzort psychosoziale Erste Hilfe. „Wir möchten unser Team verstärken, um jederzeit eine Betreuung zu gewährleisten“, erklärt Thomas Fankhauser, einer der KI-Teamleiter in Schwaz.

Aktive Einsatzkräfte – egal ob Rettungsdienst, Polizei, Feuerwehr oder Berg-/Wasserrettung, aber auch psychosoziale Fachkräfte wie Psychologen, Pädagogen, Theologen, Sozialarbeiter oder Pflegefachpersonal mit dem Interesse, anderen in belastenden Situationen zu helfen, werden gesucht. Fankhauser: „Eine Erfahrung in diesen Bereichen seit zwei Jahren und ein Mindestalter von 25 Jahren bei Ausbildungsbeginn sind die Voraussetzungen, die man mitbringen muss. Nach einem Auswahlverfahren folgt eine interessante Ausbildung.“

Ausgerückt wird nach Anforderung durch die Leitstelle. Annemarie Schwaiger ist über die Krisenintervention zum Roten Kreuz gekommen, „Ich bin also keine Sanitäterin, aber wir sind quasi die Ersthelfer für die Seele.“ (TT)

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Weitere Informationen: www.rkschwaz.at/ki


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