Semmering-Gondelbahn nun exklusiv für Ski-Weltcup

Am Semmering hat man weitere Maßnahmen ergriffen, um den bevorstehenden Alpinski-Weltcup der Damen trotz Corona reibungslos über die Bühne zu bringen. So wird die Kabinenbahn am Hirschenkogel nun zu den Rennzeiten von Riesentorlauf (Montag) und Nachtslalom (Dienstag) dem Weltcup exklusiv zur Verfügung stehen. Publikumsskilauf findet in dieser Zeit am Westhang statt bzw. nur vor und nach den Rennen auch mit Gondelbahn. Am Dienstag kann diese von 8 bis 12 Uhr benutzt werden.

Die Austria Ski Veranstaltungsgesellschaft steht nach erfolgreicher Umsetzung des Corona-Präventionskonzeptes in Sölden und Lech/Zürs am Semmering aufgrund des begrenzten Platzes dort und der Nähe zu Großstädten vor der bisher größten organisatorischen Herausforderung. In Sölden hatte man im Oktober die Veranstaltung extra um eine Woche vorverlegt, um den Gletscher exklusiv zu haben. In Vorarlberg war Ende November Touristenskilauf aufgrund der damaligen Verordnungen nicht möglich gewesen.

Am Semmering hingegen sind Publikumsskilauf und Rodeln parallel zum Weltcup mit Einschränkungen möglich. Im Vorfeld der Weltcupveranstaltung war der nur eine Autostunde von Wien entfernte Wintersport-Ort wenig überraschend von Tagesskifahrern, Rodlern und Spaziergängern „überrannt“ worden. Mittlerweile hat man auf dem Pass an der Grenze zwischen Niederösterreich und der Steiermark aber stark nachgebessert.

So auch bezüglich Gondelbahn, womit die „Westachse“ des Hirschenkogels nun zu den Rennzeiten nur vom Weltcup-Tross benutzt werden darf. Auch die Rodelbahn am Hirschenkogel ist in dieser Phase gesperrt. „Es ist ein sehr großes Entgegenkommen von den Bergbahnen, dass wir die Bahn sowie die Piste nun für die beiden Rennen exklusiv bekommen. Jetzt sind da keine Touristen mehr drauf, das entzerrt viel“, sagte Rupert Steger vom ÖSV-Eventmarketing am Sonntag der APA. Man habe am Semmering natürlich mitbekommen, was sich im Vorfeld auf der Passhöhe abgespielt habe. Steger: „Jetzt wurde eine gute Lösung gefunden und wir haben das natürlich dankender Weise und gerne angenommen.“

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Außerhalb des Rennbereiches findet die bereits in Sölden bewährte Trennung der allesamt auf Covid-19 getesteten Personen mittels verschiedenfärbiger Leitsysteme und Zonen statt. „Es ist das gleiche Konzept, wie wir es bisher schon gehabt haben“, erklärte Steger. „Theoretisch schaut alles sehr gut aus und sollte auch praktisch gut umsetzbar sein. Derzeit erscheinen keine weiteren Nachbesserungen notwendig.“

Da auch am Semmering wegen Corona keine Zuschauer erlaubt sind, wurden im Zielraum auch keine Tribünen aufgebaut. Lediglich ein Podest für die Reporterkabinen. Auch eine Video-Wall steht. Steger: „Von der Logistik her ist alles an Sölden angelehnt, nur eben viel kleiner.“


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