Niederlage gegen Bozen: Tapfere Haie standen mit leeren Händen da

Der HC Innsbruck begegnete am Montag Tabellenführer Bozen auf Augenhöhe, um sich am Ende knapp 2:3 geschlagen geben zu müssen.

Auch der starke Rene Swette konnte die dritte Saisonniederlage gegen Bozen nicht verhindern. Auf der Leistung lässt sich aber aufbauen.
© Michael Kristen

Von Tobias Waidhofer

Innsbruck – Vor dem Derby ist nach dem Derby, hieß es am Montag für die Haie, die nach dem 4:7 in Dornbirn am Stephanitag Tabellenführer Bozen empfingen. Und trotzdem war das Match in Vorarlberg auch am Montag noch Thema, schließlich mussten die Haie gegen die so starken Südtiroler neben den zwei Langzeitverletzten (Hochfilzer, Danielsen) auch auf Felix Girard (ein Spiel Sperre nach einem Stockstich gegen die Bulldogs) und – das tat fast noch mehr weh – auf Colton Saucerman verzichten. Der Defensivspieler mit Torjägerinstinkt fehlt mit einer Schulterverletzung wohl länger.

Umso beeindruckender war, wie sehr die Innsbrucker Bozen im torlosen ersten Drittel fordern konnten. In einem Match, in dem von Beginn an viel Tempo im Spiel war, musste Rene Swette zwar die ein oder andere Parade auspacken (z. B. in der 7. und 8. Minute), doch auch die Innsbrucker hätten in Person von Clemens Paulweber (12.) oder Daniel Ciampini (14.) durchaus treffen können.

Doch der zweite Abschnitt begann dann mit einer dummen Strafe gegen Max Gerlach wegen Spielverzögerung – und die nutzte die beste Powerplay-Mannschaft der Liga durch Gazley zum 0:1 (25.). Doch auch die Haie haben Qualitäten in Überzahl: Nach schöner Kombination traf Topscorer Ciampini zum Ausgleich (27.). Auf der anderen Seite zeigte Swette eine unglaubliche Parade (30.). Doch drei Minuten später schlugen wieder die Innsbrucker zu, weil Christof Kromp den Treffer förmlich erzwang (33.). Auch in der Folge waren die Haie knapp am 3:1 dran, beinahe hätte Jonathan Racine gar in Unterzahl getroffen (39.). Doch es kam, wie es kommen musste: Zehn Sekunden vor dem Drittelende traf Bozen doch noch zum 2:2. Die intensiven Haie-Proteste blieben vom Schiedsrichter-Quartett ungehört.

Die erste HCI-Chance im Schlussdrittel ließ Sam Herr in Unterzahl und Minute 43 liegen. Es war nun endgültig ein Spiel auf Messers Schneide – beiden Teams war die erlösende Führung in dieser Phase zuzutrauen. Und es waren dann die Füchse in Person des völlig allein gelassenen Brett Findlay, die zuschlugen und zehn Minuten vor Ende auf 2:3 stellten. Von diesem Schock erholte sich die O’Keefe-Truppe nicht mehr. Ein großer Haie-Kampf blieb unbelohnt. Das soll schon am Mittwoch (19.15, live auf Sky) anders werden, wenn der HCI in Salzburg gastiert. Und auch dann heißt’s wieder: Vor dem Derby ist nach dem Derby.

Ergebnisse vom Montag

Vienna Capitals - Bratislava Capitals 3:2 (1:0,1:1,1:1)

Black Wings 1992 - Fehervar 0:2 (0:0,0:0,0:2)

Red Bull Salzburg - Dornbirn Bulldogs 4:1 (1:1,3:0,0:0)

HC Innsbruck Haie - HCB Südtirol 2:3 (0:0,2:2,0:1)

VSV - KAC 0:4 (0:1,0:2,0:1)


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