Rebellen in Zentralafrika zerstören Wahlurnen

Nach der Wahl in der Zentralafrikanischen Republik ist es zu Übergriffen bewaffneter Rebellen gekommen. Im Westen des Landes überfielen am späten Sonntagabend Aufständische Wahllokale in den Orten Carnot, Nola und Bambari und zerstörten mit Stimmzetteln gefüllte Urnen, wie ein Beamter am Montag mitteilte. Verletzte gab es bei den Überfällen demnach nicht.

In dem Binnenstaat wurde inmitten eines bewaffneten Konflikts ein neuer Präsident und ein neues Parlament bestimmt. UNO-Soldaten waren in der Hauptstadt Bangui an Wahllokalen stationiert, um für Sicherheit zu sorgen.

Das mineralreiche, aber arme Land ist seit Jahren von Konflikten und Umstürzen gebeutelt. Eine Allianz von Rebellen lieferte sich in den vergangenen Tagen mit Sicherheitskräften und UNO-Soldaten Kämpfe, bei denen nach UNO-Angaben auch drei Blauhelme gestorben sind. Ruanda und Russland schickten jüngst Truppen und Militärberater in das Land.

Die Rebellen-Allianz wird laut der UNO-Mission MINUSCA von Ex-Präsident François Bozizé unterstützt und hatte zum Ziel, den Wahlprozess in dem Land mit rund 4,7 Millionen Einwohnern zu stoppen. Bozizés Kandidatur wurde vom Verfassungsgericht zurückgewiesen. Stärkster Oppositionskandidat ist Ex-Regierungschef Anicet-Georges Dologuélé.

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