Agentur: Syrischer Soldat starb bei israelischem Luftangriff

Bei einem Luftangriff in Syrien ist nach offiziellen syrischen Angaben ein Soldat der Regierungsarmee getötet worden. Drei weitere Soldaten wurden bei dem Raketenangriff am Dienstagabend auf einen Militärstützpunkt nahe der Hauptstadt Damaskus verletzt, wie die amtliche Nachrichtenagentur SANA unter Berufung auf eine Armeequelle berichtete. Diese machte Israel für den Angriff verantwortlich.

Der Angriff richtete sich den Angaben zufolge gegen eine Stellung der syrischen Luftabwehr in der Gegend von Nabi Habeel. Es sei dadurch auch materieller Schaden entstanden. Eine Sprecherin des israelischen Militärs wollte sich zu dem SANA-Bericht nicht äußern.

In der Nacht auf den vergangenen Freitag waren bei israelischen Raketenangriffen in der westsyrischen Provinz Hama nach Angaben von Aktivisten sechs pro-iranische Kämpfer getötet worden. Bei den Getöteten habe es sich um ausländische Milizionäre gehandelt, die an der Seite der Truppen von Machthaber Bashar al-Assad gekämpft hätten, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

Nach ihren Angaben richteten sich diese israelischen Luftangriffe auf Stellungen iranischer Milizen sowie auf ein von Damaskus betriebenes Forschungszentrum im Bezirk Masyaf, in dem Boden-zu-Boden-Raketen entwickelt und gelagert werden. Die Beobachtungsstelle mit Sitz in Großbritannien bezieht ihre Informationen aus einem Netz von Informanten. Ihre Angaben lassen sich von unabhängiger Seite oft kaum überprüfen.

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Seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien im Jahr 2011 hat das israelische Militär bereits hunderte Luftangriffe gegen die syrischen Regierungstruppen und ihre Verbündeten geflogen. Israel will damit verhindern, dass der Iran seinen Einfluss in Syrien ausdehnt. Die israelische Regierung und Armee bestätigen nur selten Militäreinsätze in dem Nachbarland.


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