Reuttener Autohändler Hans Schweiger: Trauer um einen großen Unternehmer

Hans Schweiger (†) 2015 bei der Automesse in Genf.
© Fellner Reinhard

Reutte – Am 1. Jänner verstarb der Reuttener Autohändler Hans Schweiger (74) – ein mehr als außergewöhnlicher Geschäftsmann. Wenn die Bezeichnung „großer Unternehmer“ auf jemanden zutrifft, dann auf ihn. Der ehemalige Kfz-Meister hatte sich erst als 46-Jähriger selbstständig gemacht, mit nichts begonnen und 1992 eine überschaubar große VW/Audi-Werkstatt gepachtet. Knapp 30 Jahre später künden architektonische Landmarken von Weitem vom Aufstieg des ehemaligen Hirtenbuben. Seine Gebäude haben die Skyline Reuttes verändert. Hans Schweiger avancierte zum größten VW- und Audi-Händler Österreichs. Allein 2019 setzte das Autohaus Schweiger knapp über 100 Millionen Euro um und reihte sich unter die 50 größten Unternehmen Tirols ein. Sein besonderer Mut – etwa beim Erwerb großer Stückzahlen, im Internethandel oder dem Ausbau einer Nische zu Europas größtem VW-Bus-Zentrum – befeuerten das Wachstum.

Der Verstorbene tat sich als Mäzen von Vereinen hervor und war auch mit seinen Erwerbungen und der Entwicklung von Immobilien immer wieder Tagesgespräch. So kaufte er etwa im Sommer 2018 den Gasthof Schwarzer Adler in Reutte.

Die Nachfolge im Unternehmen mit 85 Mitarbeitern ist mit Sohn Simon Schweiger (28) längst geregelt. (hm)

TT-ePaper testen und eine von drei Cookit Küchenmaschinen gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.


Kommentieren


Schlagworte