Feuerwerk ohne Zuschauer in Sydney begrüßte 2021

Mit einem farbenprächtigen Feuerwerk an der berühmten Harbour Bridge und dem Opernhaus hat Sydney das neue Jahr begrüßt. Zuschauer waren diesmal wegen der Corona-Pandemie am Hafen nicht erlaubt. Die Behörden hatten zuvor verkündet, jede und jeden mit einer Geldstrafe von 1.000 Australischen Dollar (etwa 626 Euro) zu ahnden, der die Absperrungen zum Hafengebiet zu überwinden versuche.

Das wirkte offenbar: Sydney habe einer Geisterstadt geglichen, je näher der Jahreswechsel rückte, sagten Beobachter. Das weltbekannte Feuerwerk - eines der ersten jedes Neujahr weltweit - wurde im Fernsehen live übertragen. Es fiel aber kleiner und mit einer Dauer von sieben Minuten deutlich kürzer aus als sonst. Normalerweise zieht das Spektakel im Hafen der australischen Metropole jedes Jahr mehr als eine Million Menschen an.

Als Erste starteten aber die Bewohner der Südsee-Inseln Samoa und Kiribati um 11.00 Uhr MEZ ins neue Jahr. Eine Stunde später folgte Neuseeland, wo man mit einer Reihe großer Musikfestivals und Feuerwerksshows das Jahr 2021 begrüßte. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern hat der Inselstaat im Südpazifik seit mehr als einem Monat keine lokalen Corona-Fälle mehr verzeichnet. Daher konnten die Veranstaltungen ohne Begrenzungen der Besucherzahl oder andere Corona-Einschränkungen stattfinden.

Weltweit sind viele Partys und Feuerwerke abgesagt worden, zum Beispiel in Rio, Sao Paulo, Amsterdam und London. In New York soll der „Ball Drop“ am Times Square, ein fallender leuchtender Kristallball an einem Mast, nur vor wenigen Leuten statt wie sonst Tausenden stattfinden. In Wien gibt es heuer keinen Silvesterpfad.

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In Paris herrscht auch an Silvester nachts eine Ausgangssperre. Es gibt aber ein Online-Konzert von Jean-Michel Jarre als Avatar in der virtuellen Kulisse der Kathedrale von Notre-Dame und einen aufgezeichneten Livestream mit Star-DJ David Guetta vorm Louvre.

In Moskau soll es trotz Corona-Sperrstunde ab 23.00 Uhr Ortszeit (21.00 Uhr MEZ) ein großes Feuerwerk am Kreml geben. Das fast coronafreie Taiwan plant traditionell Pyrotechnik am Wolkenkratzer „Taipei 101“ in Taipeh. In den Vereinigten Arabischen Emiraten ist am höchsten Gebäude der Welt, dem 828 Meter hohen Burdsch Chalifa in Dubai, wieder ein spektakuläres Feuerwerk samt Licht- und Lasershow geplant. In Dubai gibt die Rockgruppe Kiss ein Konzert auf einer riesigen Bühne. Die Band hat angekündigt, Pyrotechnik-Rekorde brechen zu wollen. Die Show wird gestreamt.

Auch in China, wo erst zum chinesischen Neujahrsfest im Februar richtig groß gefeiert wird, sind Veranstaltungen geplant. Unter anderem soll es in Wuhan ein Feuerwerk geben - im Ausbruchsort des Coronavirus.

(Beschimpfe das Jahr 2020) heißt die Webseite, auf die die Italiener kreativ ihren Frust über das Annus Horribilis ablassen dürfen.


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