Weltweit verhaltene Silvesterfeiern wegen Coronakrise

In zahlreichen Ländern der Erde hat das Jahr 2021 bereits begonnen. Wie üblich startete Sydney in Australien mit einem farbenprächtigen Feuerwerk vor dem Opernhaus ins neue Jahr. Zuschauer waren diesmal wegen der Corona-Pandemie nicht erlaubt. Die europäischen Länder - darunter auch Österreich - begingen eher verhalten den Jahres-Kehraus. Partys und Feuerwerke wurden abgesagt, darunter klassische Festivitäten in Amsterdam, London, New York und Rio de Janeiro.

In Deutschland gibt es etwa einen harten Lockdown mit geschlossenen Geschäften, Restaurants und Bar. Härtere Maßnahmen mit nächtlichen Ausgangsverboten herrschten auch in Italien und Frankreich. In der russischen Hauptstadt Moskau fand um Mitternacht das traditionelle Feuerwerk in der Nähe des Kremls statt. Ansonsten war die Silvesternacht in Europas größter Stadt geprägt von Corona-Beschränkungen: Bars und Restaurants waren seit 23.00 Uhr geschlossen, Schlittschuhbahnen ebenso. Bürgermeister Sergej Sobjanin hatte die Moskauer angehalten, das beliebte Neujahrsfest dieses Jahr im engsten Familienkreis zu feiern.

Das Riesenreich hat elf Zeitzonen, im äußersten Osten des Landes hatten die ersten Russen schon neun Stunden vor Moskau das neue Jahr begrüßt. Staatspräsident Wladimir Putin bezeichnete 2020 in seiner Neujahrsansprache als ein für alle schweres Jahr: „Es scheint, als hätte das zu Ende gehende Jahr die Last mehrerer Jahre in sich aufgenommen.“ Auch 2021 werde von der Pandemie geprägt sein, sagte der Kreml-Chef: „Der Kampf mit ihr (der Epidemie) hört keine Minute auf.“

Weil in China die Corona-Pandemie unter Kontrolle ist und es kaum noch Infektionen gibt, begann das neue Jahr in der Volksrepublik ohne große Einschränkungen. Allerdings ist Silvester für die Chinesen auch kein besonders wichtiger Feiertag. Nach ihrem traditionellen Mondkalender beginnt das neue Jahr erst im Februar.

TT-ePaper testen und eine von drei Cookit Küchenmaschinen gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Nachdem schon um 11.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit die Menschen in Samoa weltweit als Erste den Jahreswechsel gefeiert hatten, gingen eine Stunde später um 12.00 Uhr MEZ in Neuseeland die Feuerwerkskörper in die Höhe. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern verzeichnete der Inselstaat im Südpazifik seit mehr als einem Monat keine lokalen Corona-Fälle mehr. Daher fanden Musikfestivals und Feuerwerksshows ohne Begrenzungen der Besucherzahl oder andere Einschränkungen statt.

Am Hafen und Opernhaus von Sydney in Australien waren beim Feuerwerk um 14.00 Uhr MEZ keine Zuschauer zugelassen. Sydney glich einer Geisterstadt, wie Beobachter berichteten. Das weltbekannte Feuerwerk dauerte nur sieben Minuten statt wie im Vorjahr zwölf.

In den folgenden Stunden folgten nach und nach die Länder in Asien: um 16.00 Uhr waren etwa Japan und Südkorea dran. In der südkoreanischen Hauptstadt Seoul war erstmals seit fast sieben Jahrzehnten die traditionelle Glockenschlag-Zeremonie im Bosin-Pavillon (Bosingak) nur im Fernsehen und in sozialen Medien zu erleben. Um 17.00 Uhr folgte der Jahreswechsel auf den Philippinen und in Malaysia, ebenso wie in Taiwan und in China.

Um 21.00 Uhr MEZ stand unter anderem in den Vereinigten Arabischen Emiraten das neue Jahr an. Mit einem farbenprächtigen Feuerwerk samt Lasershow am höchsten Gebäude der Welt begrüßte Dubai das neue Jahr. Nach dem traditionellen digitalen Countdown an der angestrahlten Fassade des 828 Meter hohen Burj Khalifa in der größten Stadt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) wurde die Skyline um Mitternacht in einem Rausch von Farben erhellt.

In Südamerika müssen sich die Menschen noch etwas länger gedulden: Teile Brasiliens und Argentinien können das neue Jahr erst um 4.00 Uhr MEZ begrüßen, um 6.00 Uhr folgt New York, um 9.00 Uhr Los Angeles und erst um 11.00 Uhr Honolulu in Hawaii. In New York soll der „Ball Drop“ am Times Square, ein fallender leuchtender Kristallball an einem Mast, nur vor wenigen Leuten statt wie sonst Tausenden stattfinden. Der Platz wurde abgesperrt.

Bis 13.00 Uhr MEZ am 1. Jänner dauert es, bis der ganze Globus ins neue Jahr gerutscht ist. Als letztes sind die unbewohnten Eilande Bakerinsel und Howlandinsel im Pazifik dran.


Kommentieren


Schlagworte