Pandemie beeinflusste Ernährungsverhalten der Österreicher

Die Corona-Pandemie hat das Ernährungsverhalten der Bevölkerung offensichtlich beeinflusst. Das hat eine Umfrage im Auftrag des burgenländischen Kurhauses Marienkron in Mönchhof ergeben. Dafür hat das Institut „Marketagent“ online 500 Österreicher zwischen 14 und 75 Jahren repräsentativ für die Bevölkerung befragt. Demnach haben sechs von zehn Befragten 2020 etwas an ihrer Ernährung verändert.

17 Prozent gaben an, sich aufgrund der Corona-Situation und der Lockdowns gesünder ernährt zu haben, 16 Prozent reduzierten den Konsum von Zucker und Süßem, 15 Prozent setzten auf gemüsebetonte Kost, 14 Prozent konsumierten weniger Fleisch. Aber 13 Prozent aßen laut Umfrage mehr als sonst, elf Prozent haben häufiger zwischendurch gesnackt.

Abgefragt wurde auch, wie die Österreicher in der Zeit der Pandemie auf die Gesundheit schauen. Mehr als die Hälfte verbrachte mehr Zeit in der freien Natur, vier von zehn Befragten telefonierten regelmäßig mit Freunden und Familie und mehr als ein Drittel der Österreicher hat öfter selbst gekocht.

Nach den Methoden befragt, um in Covid-Zeiten ganz gezielt ihr Immunsystem zu stärken, nannten 60 Prozent das Tanken von frischer Luft sowie 40 Prozent den häufigeren Konsum von Obst und Gemüse. 38 Prozent setzten auf ausreichend Schlaf und jeweils 28 Prozent auf mehr Bewegung sowie bewusstere, gesündere Ernährung. Sieben Prozent der Befragten gaben an, durch die Anwendung von Fastentagen oder mehrtägigen -kuren ihr Immunsystem gestärkt zu haben.

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Fasten ist auch einer der häufig genannte Neujahrsvorsätze. Vier von zehn Österreichern wollen das 2021 tun. Dabei steht der Wunsch abzunehmen, wenig verwunderlich, im Vordergrund. 60 Prozent - doppelt so viele wie im Vorjahr - gaben demnach an, für den Gewichtsverlust fasten zu wollen.

Das Bedürfnis, durch das Fasten abzunehmen, ist bei Frauen mit 70 Prozent stärker ausgeprägt als bei Männern mit 47 Prozent. Auch die ältere Generation verspürt den Wunsch abzunehmen sehr stark - drei von vier Befragten in der Kategorie 60 bis 75 Jahre. Ein weiterer wesentlicher Beweggrund für das Fasten ist das Bedürfnis, den Körper zu reinigen und zu entgiften (42 Prozent). Jeder Dritte setzt auf das Fasten, um sich allgemein besser zu fühlen.

Am beliebtesten ist bei den Österreichern das Intervallfasten. Sechs von zehn Befragten kennen diese Methode, bei der Nahrungskarenz und Essensphasen einander abwechseln. Ebenfalls sehr bekannte Fastenformen sind das Heil- (49 Prozent), das Suppen- (35 Prozent) und das Saftfasten (32 Prozent).


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