Mit Böller hantiert: 25-Jähriger in Wien schwer verletzt

Teile seiner Hand hat ein 25-Jähriger in Wien-Simmering in der Silvesternacht durch das Hantieren mit einem pyrotechnischen Gegenstand verloren. Insgesamt verzeichnete man aber deutlich weniger Einsätze als in den vergangenen Jahren, berichtete die Berufsrettung.

Die Rettung wurde am Donnerstag gegen 21.40 Uhr von Passanten per Notruf in die Rappachgasse gerufen. Sanitäter versorgten den durch einen Böller Schwerverletzten und brachten ihn in einen Schockraum.

Von 19.00 Uhr bis 7.00 Uhr am Neujahrstag zählte die Berufsrettung 300 Einsätze. In den vergangenen Jahren waren es einem Sprecher zufolge immer über 400 gewesen, beim Jahreswechsel 2019/20 exakt 487.

Auch die Wiener Feuerwehr musste im Vergleich zum Vorjahr nur halb so oft ausrücken. In Rudolfsheim-Fünfhaus brannte in der Silvesternacht ein Balkon, eine Frau wurde von der Berufsfeuerwehr aus der dazugehörenden, verrauchten Wohnung gerettet. Die Einsatzkräfte waren um 0.30 Uhr in die Mareschgasse gerufen worden, beim Eintreffen stand der Balkon des Mehrparteienhauses bereits in Vollbrand. Ein Übergreifen der Flammen auf die Räumlichkeiten wurde verhindert. Die meisten anderen Silvestereinsätze der Feuerwehr waren heuer Kleinbrände im Bereich von Hecken, Sträuchern oder Mistkübeln.

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Zu einer schweren Verletzung im Zuge des Hantierens mit einem Knallkörper ist es auch in der Steiermark gekommen. Leidtragender war ein 45-jähriger Mann in Weitendorf bei Wildon (Bezirk Leibnitz). Wie das Rote Kreuz Leibnitz auf Facebook mitteilte, explodierte der Knallkörper kurz nach Mitternacht im Gesicht des Mannes. Er wurde mit thermischen Verletzungen und einem totalen Sehverlust in die Augenklinik im Landeskrankenhaus Graz eingeliefert.


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