Fischbach in Längenfeld: Aus der Gefahr soll Sicherheit werden

Der Fischbach hat die Gemeinde Längenfeld schon oft heimgesucht. Nun ist ein Kleinkraftwerk geplant.

Derzeit ist der Fischbach durch Längenfeld ein ruhiges Gewässer. Seine Wasserkraft könnte bis zu 3800 Haushalte versorgen.
© Paschinger

Von Alexander Paschinger

Längenfeld – Die Schneefälle vor Weihnachten und die damit verbundenen teils mehrere Tage anhaltenden Stromausfälle zeigen für den Längenfelder Bürgermeister Richard Grüner auf, „wie wichtig es ist, dass man eine eigene Stromversorgung hat“. Daher kam der Grundsatzbeschluss des Gemeinderates auch locker zustande: Die Gemeinde Längenfeld bemüht sich um die Errichtung eines Kleinkraftwerkes am Fischbach. Das besonders Positive für Grüner: Er hält es für möglich, dass schon Ende des Jahres ein Baubescheid vorliegen könnte. Und das Kraftwerk sollte dann Strom für 3600 bis 3800 Haushalte liefern.

Der Fischbach ist eng mit der Geschichte Längenfelds verbunden. Schon oft hatte der Bach, der mitten durch das Dorf rauscht, den Ort verwüstet. Die Nepomuk-Statue an der Brücke erinnert an die vielen „Ausbrüche“ und zur Gemeinde selbst gehört ein „verlobter Feiertag“ – das Fischbachgelöbnis.

„Es gab schon früher Pläne, das Wasser zu nutzen“, so Grüner. Allerdings mussten die Pläne aufgrund des Ausbaus von Sellrain-Silz zurückgelegt werden. „Jetzt aber kennen wir die Restwassermengen, mit denen auch wir unser Kraftwerk bauen könnten“, so der Bürgermeister. Die Tiwag hat sozusagen Vorarbeiten geleistet, auf denen nun die Gemeinde Längenfeld aufbauen kann. „Das sind für uns natürlich gute Voraussetzungen“, weiß er, dass die Wassermessungen etwa schon vorliegen. „Wir können damit jetzt in die Planungsphase gehen und einmal die Investitionskosten durchrechnen.“ Die Umsetzungsarbeiten schätzt Grüner jedenfalls als „einfach“ ein.

Eine andere Investition hat der Längenfelder Gemeinderat bereits fixiert. Es geht um den Ankauf eines Kommunalfahrzeuges, das die Kilome­tergeldabrechnungen in der Gemeindeverwaltung verringern sollte. „Wir sind der Meinung, dass es eine vernünftige Investition ist“, sagt der Bürgermeister. Immerhin läppern sich die Kilometergelder im Laufe eines Jahres ziemlich zusammen: „Das sind dann doch 12.000 bis 15.000 Euro jährlich“, erklärt der Bürgermeister. Da gehe es nicht nur um die Fahrten der Mitarbeiter in der Gemeinde. „Es sind ja auch die Mitglieder des Überprüfungsausschusses immer wieder unterwegs, wenn sie zu diversen Schulungen müssen.“ Rechnet man auch die Mitarbeiter der Kindergärten oder des Altenheimes hinzu, dann spricht BM Grüner von insgesamt 144 Personen, die Kilometergeldrechnungen legen. „Und ein Teil davon kann künftig mit dem neuen 5-Sitzer abgefangen werden, wenn man gemeinsam zu den Schulungen unterwegs ist“, erklärt der Bürgermeister.

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