Wohngebiete in Nußdorf-Debant entgingen knapp einer Flutung

Nur mit vereinten Kräften konnten Osttiroler Feuerwehren eine Flutung von Wohngebieten in Nußdorf-Debant verhindern, als es im Dezember tagelange starke Niederschläge gab.

Über mehrere Auffangbecken hinweg haben Osttiroler Feuerwehren in Nußdorf-Debant bis zu 40.000 Kubikmeter Wasser gepumpt, um eine Überflutung von Wohngebieten zu verhindern.
© Brunner Images | Philipp Brunner

Von Christoph Blassnig

Nußdorf-Debant – Nur mit vereinten Kräften konnten Osttiroler Feuerwehren eine Flutung von Wohngebieten in Nußdorf-Debant verhindern, als es im Dezember tagelange starke Niederschläge gab. Nach Schneefall hatte Starkregen eingesetzt, der zwei Tage lang anhielt. Die gefrorenen nördlichen Hänge konnten kein Wasser zurückhalten. Im Talboden bildete sich in der Folge ein zehn Hektar großer See, der bereits überging und an die 100 Häuser bis zur Glocknerstraße wohl geflutet hätte, hätte man nicht rasch am Mitterweg aus Schnee einen Damm aufgeschüttet und mit Pumpen gegen das weitere Ansteigen des Wassers angekämpft. Das berichtete Bürgermeister Andreas Pfurner in der vergangenen Sitzung des Gemeinderates.

In den letzten Jahren sind etliche Feuerwehren im Bezirk mit neuen Pumpen ausgestattet worden. „Das war goldrichtig, wie wir jetzt gesehen haben. In Zusammenarbeit mit dem Bezirksfeuerwehrverband und der Bezirkseinsatzleitung haben wir alles zusammengezogen, was verfügbar war“, sagte Pfurner. Eine Pumpleistung von 15.000 Litern pro Minute war über den Zeitraum von drei Tagen und zwei Nächten nötig, um schließlich einen Rückgang des Wassers zu erwirken. Bis zu 40.000 Kubikmeter Wasser mussten zu weiteren Überlaufbecken gepumpt werden. „So eine Situation hat es noch nie gegeben“, meinte der Bürgermeister, der sich bei allen zu Rate gezogenen Stellen wie der Landesgeologie und der Wildbach- und Lawinenverbauung bedankte. Um ein solches Problem zukünftig zu verhindern, sei eine großflächige Ursachenforschung notwendig. Der steile Berghang sei durchzogen von unzähligen Quellen und mit einem unterirdischen See vergleichbar, erläuterte Pfurner. Man müsse wohl bereits am Mitterberg Maßnahmen gegen das Oberflächenwasser setzen.

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