Palästinenser nach israelischen Schüssen querschnittgelähmt

Nach Schüssen der israelischen Armee während Zusammenstößen im Westjordanland ist ein junger Palästinenser nach Palästinenserangaben querschnittgelähmt. Der Mann sei von einem Schuss ins Genick getroffen worden, erklärte das palästinensische Gesundheitsministerium am Freitag. Nach Palästinenserangaben wurde der 24-Jährige am Rande von gewaltsamen Auseinandersetzungen in dem Dorf Al-Tuwanah südlich von Hebron verletzt.

Nach Angaben der israelischen Menschenrechtsorganisation B‘Tselem hatte der junge Mann einem Nachbarn beim Hausbau geholfen, als die Schüsse fielen. Das israelische Verteidigungsministerium erklärte, eine Gruppe Palästinenser habe Soldaten angegriffen, die einen Routineeinsatz zur Räumung eines „illegalen Gebäudes“ ausgeführt hätten. Die Soldaten hätten daraufhin Schüsse in die Luft abgegegeben. Der Vorfall werde untersucht.

Israel hält das Westjordanland seit 1967 besetzt. In dem Gebiet leben etwa 2,8 Millionen Palästinenser sowie rund 450.000 Israelis in Siedlungen, deren Bau nach Einschätzung großer Teile der internationalen Gemeinschaft völkerrechtswidrig ist.

Seit einigen Jahren nimmt die Zahl der Siedler seit einigen Jahren stetig zu. Dies führt zu wachsenden Spannungen zwischen Siedlern und Palästinensern, die sich immer wieder in Gewalt entlädt.


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