Neuer Rekord bei Corona-Neuinfektionen in den USA

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den USA hat einen neuen Höchstwert erreicht: Am Samstag wurden nach Angaben der Johns Hopkins-Universität mehr als 277.000 neue Fälle gemeldet, so viele wie noch nie. Insgesamt infizierten sich bisher bereits fast 20,4 Millionen US-Bürger mit dem Coronavirus, die Zahl der Todesopfer liegt bei fast 350.000. In Deutschland wurden am Sonntag 10.315 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages registriert.

Medienberichten zufolge wurde auch der legendäre US-Talkmaster Larry King (87) mit Covid-19 ins Krankenhaus gebracht. Der 87-jährige King leidet an Diabetes und hatte in der Vergangenheit zahlreiche Gesundheitsprobleme, darunter mehrere Schlaganfälle und Lungenkrebs. Er war 25 Jahre Gastgeber der Talkshow „Larry King Live“ auf CNN, im Jahr 2010 ging er in Pension.

Die USA sind das am schwersten vom Coronavirus betroffenen Land weltweit. Top-Virologe Anthony Fauci hatte kurz vor dem Jahresende gewarnt, das Schlimmste könne dem Land noch bevorstehen, da der Reiseverkehr rund um Weihnachten und Silvester die Verbreitung des Virus vermutlich weiter angetrieben haben dürfte.

Das Impfprogramm in den USA leidet unterdessen unter logistischen Problemen. Bisher erhielten gut 4,2 Millionen US-Bürger eine erste Impfdosis, weit weniger als die vom scheidenden Präsidenten Donald Trump bis Ende 2020 versprochenen 20 Millionen. Immerhin wurden bereits 13,1 Millionen Dosen der Hersteller Biontech/Pfizer und Moderna ausgeliefert.

In Europa läuft die Impfkampagne indes äußerst schleppend. So wurden im bevölkerungsreichsten EU-Staat Deutschland mit rund einem Viertel der Einwohner der USA erst 188.553 Menschen geimpft. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder brachte vor diesem Hintergrund in der „Bild am Sonntag“ eine Herstellung des Vakzins „in Lizenz bei anderen Firmen in Deutschland“ ins Spiel und warf der EU vor, zu wenig Impfstoff bestellt und auf die falschen Hersteller gesetzt zu haben.

Die deutschen Gesundheitsämter haben unterdessen am Sonntag 10.315 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 312 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) in der Früh bekannt gab. Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Sonntag in der Früh bei 139,6. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten am Samstag Sachsen mit 329,7 und Thüringen mit 248,9. Den niedrigsten Wert hatte Schleswig-Holstein mit 77,4.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 1.765.666 nachgewiesene Infektionen mit SARS-CoV-2 in Deutschland. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit SARS-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 34.272.


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