„Ich kann nicht wegschauen": Tiroler packt im Irak an und rettet Leben

Für den Tiroler Joe Höllwarth ist klar: Er will und kann helfen. Vor allem kümmert er sich um Kinder im Irak – wie Maya.
© Höllwarth

Münster, Mossul – Sein Herz schlägt für jene, die Hilfe brauchen. Für jene, die ums Überleben kämpfen. Vor allem aber für die Kinder, die krank sind, unbeschreibliche Angst durchleben und kaum eine Zukunft haben. Der gebürtige Zillertaler Joe Höllwarth setzt sich seit Jahren für die Menschen im Irak, die vom IS verfolgt wurden, und für schwerverletzte, kranke Kinder ein. „Ich kann nicht wegschauen, wenn Menschen verfolgt werden und um ihr Leben fürchten müssen, wenn sie hungern und ihnen niemand hilft“, sagt Höllwarth.

In knapp einer Woche fährt der Münsterer wieder in den Irak. Denn die Pandemie habe die „Not der Schwächsten“ nochmals verschärft. Im Gepäck: jede Menge Hilfsgüter, um direkt vor Ort zu helfen. Er hat mittlerweile ein breites und starkes Netzwerk aufgebaut, dennoch ist es keine leichte Arbeit. Bei seinem letzten Besuch wollte er in der Provinz Kurdistan ein Schmetterlingskind mit medizinischen Hilfsgütern versorgen, unterwegs erlebte er hautnah Luftangriffe. „Dabei wurden zwei Menschen getötet“, erzählt Höllwarth. Die Arbeit hinterlässt Spuren. Aber die bestärken den Tiroler nur noch mehr, diesen Menschen zu helfen.

Um diese freiwillige Arbeit weiter betreiben zu können, zählt Höllwarth auch auf die Unterstützung anderer – wie etwa den Verein Freundeskreis FH St. Gertraudi, der unter seinem Vereinsnamen ein Spendenkonto für Höllwarth betreibt: AT23 1400 0668 1012 5889 Kennwort „Joe“. (TT, emf)

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