Papst feiert Dreikönigs-Messe: „Leben ist keine Talent-Show“

Papst Franziskus hat bei einer Messe im Petersdom am Hochfest der Epiphanie die Gläubigen aufgerufen, Hoffnungslosigkeit und Ichbezogenheit abzulegen und einen „gläubigen Realismus“ zu kultivieren. „Das Leben ist keine Talentshow, sondern eine Reise zu dem, der uns liebt“, so der Papst bei der Dreikönigs-Messe. An der Messe nahmen aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen nur einige Dutzend Gläubige und 25 Kardinäle teil.

Die Sterndeuter aus dem Morgenland, die dem Jesuskind und seiner Mutter im Stall von Bethlehem huldigten, hätten den Menschen einiges zu lehren, sagte der Papst. Nach einer Reise sei man nicht mehr derselbe wie vorher. In denen, die einen Weg gegangen sind, finde immer eine Veränderung statt. „Ihr Wissen hat sich erweitert, sie haben neue Menschen und Dinge gesehen, sie haben erlebt, wie der Willen durch die Konfrontation mit den Schwierigkeiten und Gefahren einer Reise stärker wird“, so der Heilige Vater.

„Misserfolge, Krisen und Fehler“ könnten auf diese Weise zu „lehrreichen Erfahrungen“ werden, betonte der Papst. Prüfungen und Mühen des Lebens würden den Glauben stärken. Man werde dadurch demütiger und offener für Gott. Auch Sünden könnten zum geistlichen Wachstum führen, wenn sie bereut würden, sagte Franziskus. Es sei wichtig, sich den „gläubigen Realismus“ der Sterndeuter anzueignen, die hoffnungsvoll und demütig dem Licht über der Krippe folgten, um den Herrn zu finden.

Erstmals seit der Christmette zu Weihnachten leitete Papst Franziskus wieder einen öffentlichen Gottesdienst. Den Zeremonien zum Jahreswechsel musste Franziskus wegen eines Ischias-Leidens fernbleiben.

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