Festnahmen bei Corona-Demo in Wiener Neustadt

Bei einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen sind am Mittwochnachmittag in Wiener Neustadt mehrere Personen festgenommen worden. Rund 2.500 Menschen nahmen laut Polizeisprecher Johann Baumschlager an der Kundgebung teil. Neben den Festnahmen sei es auch zu zahlreichen Identitätsfeststellungen gekommen. Auch in Oberösterreich protestierten hunderte Menschen auf teilweise nicht angemeldeten Versammlungen.

Die unter dem Motto „Wiener Neustadt steht auf“ laufende Veranstaltung hatte um 15.00 Uhr begonnen. Treffpunkt war das Alte Rathaus in der Statutarstadt. Gegen 16.30 Uhr war der mehr als zwei Kilometer lange Marsch bereits zurückgelegt, einige Teilnehmer standen jedoch noch in Gruppen zusammen. Vereinzelt waren Unterschreitungen der Sicherheitsabstände beobachtet worden.

Auch in Oberösterreich protestierten erneut hunderte Menschen gegen die Corona-Maßnahmen. In Braunau am Inn waren laut Polizei 300 bis 400 Menschen unterwegs, in Linz rund 180. In Oberösterreich haben sich in den vergangenen Tagen immer wieder Menschen über die Sozialen Medien verabredet, um gegen die Corona-Bestimmungen zu protestieren. Zum Teil wurden die Treffen als Versammlung angemeldet, zum Teil nicht und nur als „Spaziergang“ bezeichnet.

In Linz waren rund 50 Polizisten waren im Einsatz, es gab keine Vorkommnisse, hieß es Mittwochabend von der Pressestelle der Polizei auf APA-Anfrage. Anders die Situation in Braunau am Inn: Eine Frau wurde vorläufig festgenommen, weil sie ihre Identität nicht preisgeben wollte. Weiters wurden 26 Anzeigen erstattet, weil der Mindestabstand nicht eingehalten oder kein Mund-Nasen-Schutz getragen wurde.

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Bei einer Demo am Neujahrstag in Linz hatten viele Teilnehmer ein ärztliches Attest bei sich, das ihnen bescheinigte, von der Maskenpflicht befreit zu sein. Das war am Dreikönigstag nicht der Fall. Der oö. Ärztekammerpräsident Peter Niedermoser hatte daraufhin gegenüber Medien eine Überprüfung der Atteste angekündigt.

Die Polizei erwartet, dass es in nächster Zeit noch mehrere Verabredungen von Corona-Protestlern geben werde. Man verfolge die Organisation über die Sozialen Medien daher sehr genau und werde gegebenenfalls vor Ort präsent sein, hieß es.


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