Jugend und Ehrenamt als Pfeiler für das Sportland Tirol

Tirol will als alpines Sportland bis zum Jahr 2030 an die Spitze. Die Strategien dorthin werden in einem breiten Prozess erarbeitet.

Symbolbild.
© TVB Stubai TVB Innsbruck

St. Anton –Tirol bezeichnet sich selbst gerne als das Sportland Nummer eins. Aber stimmt das denn auch? Diese und viele weitere Fragen rund um die Zukunft des Sportlandes Tirol will die Lebensraum Tirol Holding im Rahmen eines breit angelegten Prozesses unter dem Titel „Alpine Sport Strategie Tirol“ klären.

Nach einer ersten Vernetzungsphase im vergangenen Jahr präsentierten die Verantwortlichen gestern in St. Anton erste Ergebnisse und gaben Ausblicke auf die kommenden Jahre. Beim Prozess stehe man zwar am Anfang, jetzt gehe es aber bereits darum, erste Schritte umzusetzen, um sich bis zum Jahr 2030 als führendes alpines Sportland weiterzuentwickeln.

Zentrale Erkenntnis nach zahlreichen Gesprächen mit Vertretern von Vereinen, Verbänden, Organisationen und Bildungseinrichtungen: Der Weg zum Sportland Nummer eins führt über die Kinder und Jugendlichen. „In den ersten 15 bis 20 Lebensjahren wird der Grundstein für die Gesundheit gelegt“, erklärt Lebensraum-Tirol-Holding-Chef Josef Margreiter. Daher sei es essenziell, dass neben der Familie vor allem auch in der Schule Sport und die Bewegung in der Natur gefördert werden. Ebenfalls aufgewertet werden soll der Stellenwert des Ehrenamtes im Bereich des Sports – von Trainern bis zu Funktionären. „Es sind Tausende, die hinter den Kulissen dafür arbeiten, dass in Tirol Sport ausgeübt werden kann“, sagt der für den Sport zuständige LHStv. Josef Geisler (ÖVP).

Eines von insgesamt sechs Handlungsfeldern im Rahmen der Sport-Strategie wird dabei das „Sports Research Lab“ sein. Mit der Uni Innsbruck, der FH Kufstein, der UMIT Tirol und dem MCI arbeiten dabei die vier Tiroler Hochschulen eng zusammen. Ziel ist es, Wissen und Forschungserkenntnisse zu bündeln und einen umfassenden landesweiten Datenpool zum Thema Sport und Bewegung aufzubauen. Dieser soll zukünftig als wichtige Grundlage für Entscheidungen, die im Rahmen von alpinen Sportarten getroffen werden, dienen. (np)


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