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Bürden des Gesundheitsministers: Warum Anschober und Kurz keine Freunde sind

Ob bei den Massentests oder beim Impfplan: Immer wieder wird Rudolf Anschober von ÖVP-Kanzler Kurz überrumpelt. Immer mehr Leute fragen sich: Warum lässt sich der grüne Gesundheitsminister das gefallen?

Der oberösterreichische Ex-Landesrat Rudolf Anschober hat als Gesundheitsminister eine Pandemie zu bewältigen. Predigerhaft tritt er auf, konziliant, Kritik nimmt er stoisch hin.
© APA

Von Karin Leitner

Wien – Seit Beginn der Pandemie im März 2020 ist das „virologische Quartett“ im PR-Dauereinsatz. Bei mittlerweile mehr als 200 Pressekonferenzen sind ÖVP-Kanzler Sebastian Kurz, Grünen-Vizekanzler Werner Kogler, Grünen-Gesundheitsminister Rudolf Anschober und ÖVP-Innenminister Karl Nehammer aufgetreten. Thematische und menschliche Harmonie haben sie dabei stets demonstriert.

Tatsächlich gibt es diese längst nicht mehr. Schlecht ist vor allem das Verhältnis zwischen Kurz und Anschober. Im Ressort des Grünen werden immer wieder Fehler gemacht – von inhaltlichen wie Verordnungen, die rechtlich nicht halten, bis zu kommunikativen. Kurz versucht, diese Mankos für sich zu nutzen – indem er sich als korrigierender Macher stilisiert. Boulevardmedien liefern die für ihn genehmen Schlagzeilen: „Kanzler greift durch: Impfstart wird vorgezogen!“ wurde dieser Tage etwa getitelt. Es ging um den Pallawatsch in Sachen Impftermin.

Kritisiert worden waren die Regierenden ob dessen, dass es hierzulande Dosen gebe, diese aber nicht verimpft würden; in anderen Staaten, etwa Israel, gehe das zack, zack, zack vonstatten. Außer „Schauimpfen“ mit Kurz und Anschober werde in Österreich nichts geboten, wurde moniert.

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