HTL-Klasse an der HAK Reutte: Versuch soll Schule machen

Die im Herbst gestartete HTL-Klasse an der HAK Reutte sorgt für Diskussionen.
© Helmut Mittermayr

Reutte – Wenn ich einmal groß bin, möchte ich eine Schule sein! Die Frage, ab wann sich ein Umfeld derartig gefestigt hat, um vom Schulversuch zur Schule zu mutieren, darüber herrschen zwischen dem Außerfern und Bildungslandesrätin Beate Palfrader unterschiedliche Auffassungen. Gemeint ist die neue HTL Reutte, die erst im September eröffnet wurde und als dislozierte Klasse der HTL Anichstraße an der HAK Reutte geführt wird. 36 von 37 Bürgermeistern haben eine Petition an LH Platter gerichtet, schnellstens ein Upgrade durchzuführen. Nur BM Heiner Ginther, Gatte der Landespolitikerin, unterschrieb – wie berichtet – nicht.

Entwicklung müsse länger evaluiert werden

Palfrader ist es wichtig zu erklären, dass sie oder auch ihr Mann nicht gegen ein Upgrade seien. Nur zum jetzigen Zeitpunkt sei dies unmöglich. Im Übrigen müsse ihr Mann gewiss nicht ihre Linie verfolgen, sondern sei in dieser Frage höchstwahrscheinlich einfach etwas besser informiert als seine Kollegen. Denn mehr als eine dislozierte Klasse sei zum Start nicht möglich gewesen. Allein dies sei nur durch besonderen Einsatz des Landeshauptmannes dem Ministerium abzuringen gewesen.

Schon wenige Monate nach dem Start eine eigene Schule zu verlangen, sei illusorisch. Eine neue HTL wird laut Palfrader kritisch begutachtet, weil sie teurer als andere Schulformen ist. Ohne die Partnerschaft mit Plansee hätte es die Klasse in Reutte nie gegeben, sagt sie. Gewisse Startschwierigkeiten seien durch den guten Willen aller ausgeräumt worden. Nun müsste die Entwicklung länger evaluiert werden. Die Landesrätin glaubt sowieso, dass der Fortbestand durch eine dislozierte Klasse weit besser gesichert sei als durch Eigenständigkeit. „Ich war in St. Johann selbst jahrelang Direktorin einer Expositur. Wo lag das Problem?“ (hm)


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