Zehntausende wegen Konflikt in Zentralafrika auf der Flucht

Wegen des jüngsten Konflikts in der Zentralafrikanischen Republik sind dem UNHCR zufolge mehr als 30.000 Menschen in Nachbarländer geflohen. Zudem seien derzeit rund 62.000 Menschen innerhalb der Landesgrenze auf der Flucht, teilte das UNO-Flüchtlingshilfswerk am Freitag mit. Die meisten Menschen hätten in Gemeinden oder in notdürftigen Unterkünften Zuflucht gefunden und bräuchten dringend Wasser, Zugang zu medizinischer Versorgung und zu Hygienemaßnahmen.

Es gelte, die Ausbreitung des Coronavirus und anderer Krankheiten zu verhindern. Das UNHCR ist nach eigenen Angaben auch besorgt über Berichte von Menschenrechtsverstößen in der Zentralafrikanischen Republik und ruft die Nachbarstaaten auf, Flüchtlingen weiterhin Asyl zu gewähren.

Kurz vor der Präsidentenwahl im Dezember hatten Rebellen in dem afrikanischen Binnenstaat Sicherheitskräfte und UNO-Soldaten angegriffen. Die neue Rebellen-Allianz wurde nach Angaben der UNO-Mission im Land von Ex-Präsident François Bozizé unterstützt, dessen Kandidatur zuvor von dem Verfassungsgericht zurückgewiesen wurde; Bozizé bestreitet eine Verstrickung in Rebellenaktivitäten. Die Wahl am 27. Dezember gewann nach vorläufigen Ergebnissen der amtierende Staatschef Faustin-Archange Touadéra. Das Land verfügt über reiche Mineralienvorkommen, ist aber trotzdem verarmt und seit Jahren von Konflikten und Umstürzen gebeutelt.

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