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Camper in Tirol kämpfen gegen holländisches Chalet-Projekt

Ein holländisches Chalet-Projekt auf Tiroler Campingplätzen erregt nicht nur die Landespolitik. Alt-Camper wollen nun wegen Missachtung des Mieterschutzes klagen.

Ungeliebtes Chalet-Projekt: Um die Stellplätze am Campingplatz Pettneu ist ein Kampf ausgebrochen. Langjährig ansässige Wohnmobilbesitzer möchten nicht mehr weichen.
© Wenzel

Von Reinhard Fellner

Pettneu, Innsbruck – Die geplante Errichtung von Chaletprojekten auf Campingplätzen in der Leutasch und in Pettneu rief bereits die Landes- und Gemeindepolitik auf den Plan – die TT berichtete. Stellen die an sich mobilen 60-m²-Holzhäuser doch nicht nur für Raumordnungs-Landesrat Johannes Tratter eine problematische Nutzung Tiroler Bodens dar. Landeshauptmann Günther Platter ortet Freizeitwohnsitz-Nähe und hat deshalb schon eine Änderung des Campinggesetzes in Auftrag gegeben, um künftige Auswüchse zu verhindern.

Problematisch war unter anderem bislang, dass betroffene Gemeinden gar kein Mitspracherecht bei solchen Chalet-Camping-Projekten hatten. So soll nun in der Leutasch auf dem Campingplatz so ein Dörfchen mit über 70 (auch erwerbbaren) Häuschen entstehen, ohne dass die Gemeinde dazu befragt worden wäre.

Auf dem Areal der von den Holländern (EuroParcs) ebenso aufgekauften Arlberg Camping GmbH in Pettneu ist das letzte Wort indes wohl noch lange nicht gesprochen. Es könnte auf eine länger andauernde Konfrontation bei Gericht hinauslaufen.

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