Milser Bürgermeister Peter Hanser tritt 2022 nicht mehr an

Nach drei Amtszeiten wird Peter Hanser nicht mehr als Milser Ortschef kandidieren.
© Tanja Cammerlander

Mils – Die Entscheidung steht fest: Der Milser Bürgermeister Peter Hanser wird 2022 nicht mehr zur Wahl antreten. Nach 28 Jahren in der Gemeindepolitik – seit 2004 als Bürgermeister, davor zehn Jahre als Vizebürgermeister – sei es Zeit für „jüngere Leute mit neuen Ideen“, meint Hanser, der im Vorjahr seinen 70. Geburtstag feierte. „Wechsel tut in der Politik nur gut.“

Wichtige Projekte – vom neuen Dorfzentrum bis hin zu den Schulen und Kindergärten – seien abgeschlossen, der Standard der Infrastruktur hoch, bilanziert Hanser. Zudem nehme „mit der Zeit natürlich auch die Motivation ein wenig ab“, gesteht er. Dazu trage auch bei, dass „die Streitkultur nicht mehr so wie früher“ sei, auch im Gemeinderat werde die Stimmung aggressiver. Im Vorjahr gab es in Mils hitzige Kontroversen rund um die Ansiedelung einer Biopilz-Firma (die TT berichtete laufend) sowie den Kindergarten Milser Heide. Inzwischen sei der Um- und Ausbau des Kindergartenstandortes erfolgreich abgeschlossen, sagt Hanser, Kinder, Eltern und Personal „angetan“ – und der Politstreit für ihn im Nachhinein nicht nachvollziehbar.

Wer nächstes Jahr als Bürgermeisterkandidat der Liste „Gemeinsam für Mils“ ins Rennen geht, ist noch offen. Laut Hanser tritt auch sein Fraktionskollege Vize-BM Thomas Kölli nicht mehr an – was Kölli auf TT-Anfrage weder bestätigen noch dementieren wollte. Noch sei man innerhalb der Fraktion in Gesprächen, das Ergebnis soll laut Hanser und Kölli im heurigen Frühjahr fixiert und kommuniziert werden.

Als wichtigste Vorhaben bis zu den Wahlen nennt Hanser die zweite Baustufe des Wohnbauprojekts am Marklfeld (Baustart soll im März oder April sein), eine „tiefgreifende Analyse“ des Ist-Zustands bei der Wasserversorgung und einige Straßenbauprojekte.

TT-ePaper testen und eine von drei Cookit Küchenmaschinen gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Zudem hoffe er, dass die Asfinag heuer klarstelle, ob ein neuer Autobahn-Vollanschluss auf Höhe des Milser Gewerbeparks umsetzbar ist oder nicht – der Planungsverband Hall und Umgebung hat sich 2020 ja dazu bekannt, dass vordringlich diese Variante des Großprojekts geprüft werden soll. (md)


Kommentieren


Schlagworte