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„Hirsch tot“ erklang zu spät: Heftiger Streit zwischen Bayerns und Tiroler Jägern

Zwischen Jägern in Bayern und Tirol geht der Rauch auf: Ein Weidmann schoss einen Hirsch an und ließ ihn qualvoll verenden, die Nachsuche wurde nicht veranlasst.

Der Fehlschuss auf einen Rothirsch sorgt für Aufregung in Tirol und Bayern.
© Michaela Walch

Von Wolfgang Otter

Thiersee – Das Signal „Hirsch tot“ erklang für einen knapp sieben Jahre alten, ungeraden Zwölfender im Jagdrevier Thiersee Nord viel zu spät. Um eine bis drei Wochen zu spät, wie der Jagdpächter Thomas Schmid befürchtet. Das Tier wies eine Schussverletzung auf, die nicht tödlich war, aber doch so schwer, dass es qualvoll daran verendete, wie auch Bezirksjägermeister Michael Lamprecht bestätigt. Er war zufällig in der Nähe des Auffindungsortes und hat den Hirsch selber begutachtet. Raben und andere Aasfresser hatten zu diesem Zeitpunkt bereits mit ihrer Arbeit begonnen. In der Statistik der Bezirkshauptmannschaft Kufstein wird das Tier als Fallwild geführt. Aber abseits der nackten Zahlen beginnt sich jetzt ein Streit von Jagdpächter Schmid und der Jagdgenossenschaft des bayerischen Nachbarreviers zu entwickeln, der vor Gericht, aber auf alle Fälle vor der zuständigen Jagdbehörde enden dürfte. Ein Artikel im Oberbayerischen Volksblatt lässt in Bayern zusätzlich den Rauch aufgehen.

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